Diesel-Affäre Bosch-Beschäftigte kämpfen um Jobs

Bosch verhandelt mit den Arbeitnehmervertretern über die „enorme Herausforderungen“ im Zusammenhang mit Diesel. Foto: dpa

Stuttgart - Beschäftigte von Bosch am Standort Feuerbach in Stuttgart wollen am kommenden Mittwoch um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen, die durch die ungewisse Zukunft des Dieselantriebs in Gefahr geraten sind. Die Kundgebung soll im Anschluss an eine Betriebsversammlung vor dem Werkstor stattfinden. Erwartet werden bis zu 6000 Teilnehmer. „Die Transformation bei Bosch schreitet unaufhaltsam voran und wird immer konkreter“, teilte die IG Metall mit.

Bereits seit Oktober 2018 würden Gesamtbetriebsrat und Unternehmensleitung des Geschäftsbereichs Powertrain Solutions – also des Geschäfts mit dem Antriebsstrang – über die Bewältigung „dieser enormen Herausforderungen“ verhandeln, erklärt die IG Metall. Ergebnisse gebe es bisher nicht. Wie zu hören ist, hat Bosch angeblich die generelle Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit für die Betroffenen am Standort auf 30 Stunden ohne Lohnausgleich vorgeschlagen. Dieser Vorschlag dürfte allerdings keine Chance bei den Arbeitnehmervertretern haben. Konkret ist in der Mitteilung der IG Metall davon keine Rede. Darin heißt es: „Die Lasten der Transformation und der Dieseldebatte dürfen nicht einseitig auf den Rücken der Beschäftigten abgewälzt werden.“

Bosch beschäftigt rund 15 000 Mitarbeiter im Bereich Diesel, davon etwa 8000 in Feuerbach. Weitere große Dieselstandorte sind Homburg/Saar und Bamberg. Dort dürfte es zu späteren Zeitpunkten ebenfalls Betriebsversammlungen und Kundgebungen geben.

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