Durchschnittsalter im Rems-Murr-Kreis Die ältesten Einwohner hat Großerlach

, aktualisiert am 23.08.2019 - 11:27 Uhr
Das idyllische Großerlach ist der Altersspitzenreiter im Rems-Murr-Kreis. Foto: Steinemann (Archiv)

Waiblingen. Im Schnitt sind die Rems-Murrler 44,2 Jahre alt –älter als der Durchschnitt in Baden-Württemberg mit 43,5 Jahren. Diese Zahlen gab das Statische Landesamt am Donnerstag bekannt. Tendenz: Die Landkreise werden älter, die Stadtkreise dagegen sogar jünger. Altersspitzenreiter im Rems-Murr-Kreis ist die Gemeinde Großerlach.

Mit 47,7 Jahren führt Großerlach mit Abstand die Altersstatistik im Kreis an. Die jüngste Gemeinde im Rems-Murr-Kreis ist Kirchberg an der Murr, dort lag das Durchschnittsalter am Stichtag 31.12.2018 bei nur 42,9 Jahren, also knapp fünf Jahre drunter. Auch Burgstetten und Leutenbach gehören zu den jüngeren Gemeinden mit 42,9 und 43,1 Jahren.

In den großen Kreisstädten Waiblingen, Backnang, Fellbach und auch in Welzheim pendelt das Durchschnittsalter der Einwohner um die 43 Jahre. In Schorndorf und Weinstadt steigt das Durchschnittsalter auf über 44 Jahre an, in Schorndorf liegt es bei 44,7 und in Weinstadt sogar bei 44,9.

 

Im Vergleich mit dem Durchschnittsalter in Baden-Württemberg ist der Rems-Murr-Kreis deutlich älter. Im Land senken vor allem die Universitätsstädte den Durchschnittswert: Heidelberg, Freiburg, Tübingen, Ulm, Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim liegen zwischen 40,4 und 42,2 Jahren. Die ältesten Landkreise sind Baden-Baden mit 47,2 Jahren im Durchschnitt, dann der Main-Tauber-Kreis (45,2) und der Zollern-Alb-Kreis (45).

Auf der anderen Seite wird das hohe Durchschnittsalter der Bevölkerung in der Stadt Baden-Baden noch von immerhin 35 Gemeinden übertroffen. Am höchsten liegt es im Erholungsort Ibach, der kleinsten Gemeinde im Landkreis Waldshut, mit 52,9 Jahren, gefolgt von Untermarchtal (Alb-Donau-Kreis) mit 50,7 Jahren; das Ergebnis Untermarchtals wird nach Einschätzung des Statischen Landesamtes ganz entscheidend von den dort ansässigen Klosterbewohnern bestimmt. Am drittältesten ist die Bevölkerung in Moosburg (Landkreis Biberach) mit durchschnittlich 50,2 Jahren.

Die Gründe für das regional sehr unterschiedliche Durchschnittsalter der Bevölkerung sind nach Angaben des Statischen Landesamtes vielfältig. Neben Sondereinflüssen wie ein hoher Studentenanteil, der Sitz eines Klosters oder die Prägung einer Kommune durch einen Kurbetrieb, wird die Altersstruktur der Bevölkerung nicht zuletzt durch die Höhe der Geburtenrate bestimmt. Während das Durchschnittsalter in den Landkreisen tendenziell angestiegen ist, ist es dagegen in den Stadtkreisen in den letzten Jahren sogar leicht gesunken. Ursache für diese unterschiedliche Entwicklung dürfte insbesondere der Trend sein, dass seit etwa der Jahrtausendwende junge Erwachsene verstärkt in die Großstädte gezogen sind.

Auch im Rems-Murr-Kreis zeigt sich diese Entwicklung deutlich. War um das Jahr 2000 ein Bewohner im Rems-Murr-Kreis noch im Schnitt 40,2 Jahre alt, stieg das Durchschnittsalter 2010 schon auf 43,1 Jahre. 

 
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