Ehrenamtliche gesucht Bauarbeiten für Schorndorfer Jugendcafé schreiten voran

Den Namen wissen sie noch nicht, aber davon, wie das Café später einmal aussehen soll, haben sie schon konkrete Vorstellungen. Anina Pallmann, Stefan Semjancuk, Stefanie Gellner und Juana Edelmann sprechen über die Pläne für das zukünftige Jugendcafé. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Schorndorf. Die Handwerker haben den Raum im Haus des CVJM bereits gestrichen. Dort, wo einmal eine kleine Turnhalle war, soll im Mai das kommunale Jugendcafé eröffnen. Wie der Raum gestaltet und das Café benannt werden soll, das diskutiert derzeit eine Gruppe Jugendlicher. Sie sind auch noch auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die an dem Projekt mitwirken wollen.

Gemütlich, ansprechend und sauber soll das Jugendcafé der Stadt werden und nicht nach einem chaotischen und bunten Kinderzimmer aussehen, darin sind sich die Jugendlichen einig. Die Wände und auch die vormals hölzerne Decke sind schon weiß gestrichen. Nur mit der Theke soll ein Farbakzent gesetzt werden: Sie soll blau-grünlich werden. Die Handwerker haben in den ersten Wochen schon ganze Arbeit geleistet. Es ist kaum noch zu erkennen, dass dieser Raum bisher eine Turnhalle mit Sprossenwand war. Auch die Lampen haben die Jugendlichen schon ausgesucht. Hängende Lichter im modernen Industrie-Look will das Team anschaffen.

Stefanie Gellner und Juana Edelmann haben konkrete Vorstellungen davon, wie es einmal aussehen soll. Die 16 und 13 Jahre alten Jugendlichen bringen sich in der Jugendcafé-Gruppe ein und entscheiden mit darüber, wie es einmal aussehen soll. Auch über die zukünftigen Veranstaltungen machen sie sich schon Gedanken. Stefanie und Juana gehören zu den 15 Jugendlichen, die sich seit kurzem regelmäßig treffen. Einen Vorstand gibt es weder bei der Jugendcafé-Gruppe noch bei der Jugendinitiative. Auf Hierarchien können die jungen Menschen hierbei offenbar verzichten.

Einen Namen haben sie für das Café bisher noch nicht

Einen Namen für das Jugendcafé gibt es bisher noch nicht. Das Team veranstaltete vor kurzem einen Wettbewerb, bei dem Jugendliche ihre Vorschläge für einen Namen einreichen konnten. Doch ein passender war bisher nicht dabei. „Verschiedene Ideen wurden schon bei unseren Treffen diskutiert“, sagt die zuständige Jugendreferentin, Anina Pallmann. Doch einigen konnte man sich bisher noch nicht.

Das Motto der Gruppe: „Deine Idee, dein Café“

„Wir brauchen noch mehr Leute, um in Zukunft alle Thekenschichten besetzen zu können“, sagt Pallmann (siehe Infokasten „Verstärkung gesucht“). Diejenigen, die später das Café betreuen wollen, müssen vorher eine Hygieneschulung machen, erklärt sie. Die Jugendlichen sollen aktiv mit in die Organisation eingebunden werden und so lernen, Verantwortung zu übernehmen. Die jungen Menschen dürfen den Raum und das zukünftige Programm selbst mitgestalten. Die Gruppe versucht derzeit, noch mehr junge Leute anzusprechen und dazu zu bewegen, bei dem Projekt mitzumachen. Dafür wollen sie in den nächsten Wochen Werbung an den Schulen machen und kostenlose Waffeln verteilen. Außerdem lässt das Team derzeit Bierdeckel mit ihrer Werbung bedrucken „Deine Idee, dein Café“, soll auf ihnen stehen. „Zu wenige Jugendliche in Schorndorf wissen, dass es uns überhaupt gibt“, sagt Stefan Semjancuk, der schon länger in der Jugendinitiative aktiv ist und jetzt das Jugendcafé als einer der Älteren ehrenamtlich mitbetreut.

Jugendliche sind besonders über die zentrale Lage des Cafés froh

Auch wenn der Raum im Haus des CVJM liegt, will Semjancuk klarstellen: „Das ist einfach ein Café für alle Jugendliche unabhängig von ihrer Religion.“ Es sei immer wieder ein Missverständnis, das Projekt habe irgendetwas mit der Kirche zu tun, sagt er. Anfang des Jahres war der Vertrag zum Jugendhaus von den beteiligten Kooperationspartnern, zu denen die Stadt, die Kirche, das Evangelisches Jugendwerk und der CVJM gehören, unterschrieben worden. Schon vor Jahren hatte die Jugendinitiative damit begonnen, sich für einen zentralen Raum für junge Menschen in der Stadt starkzumachen. Den Jugendlichen war vor allem wichtig, dass der Raum zentral gelegen ist. Semjancuk freut sich, dass dies direkt bei der Kirche nun auch der Fall ist.

Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag

Das Café soll zu einem Treffpunkt in der Stadt werden. Zu fairen Preisen, knapp über dem Einkaufspreis, sollen alkoholfreie Getränke verkauft werden, einen Bestellzwang soll es nicht geben. Auch seinen eigenen Döner könne man mit hierher nehmen. Zum Treffpunkt sollen auch Schülerinnen und Schüler nach der Schule kommen dürfen, um ihre Hausaufgaben zu machen oder um sich einfach nur mit Freunden zu treffen. Das Jugendcafé soll mittwochs, donnerstags und freitags geöffnet haben. Die Gruppe will einige Gesellschaftsspiele anschaffen und plant außerdem verschiedene Veranstaltungen. Ideen haben Stefanie, Juana und die anderen bereits. Sie wollen hier beispielsweise Konzerte oder Theaterworkshops organisieren. Neben den geplanten Veranstaltungen ist ihnen aber auch besonders wichtig, dass es dort ein gut funktionierendes WLAN gibt.


Verstärkung gesucht

Das Jugendcafé-Team sucht noch Verstärkung. Wer mitmachen möchte, kann zu den freitags stattfindenden Treffen um 16 Uhr ins zukünftige Jugendcafé kommen.

Wer Fragen dazu hat, kann sich an die Jugendreferentin Anina Pallmann (anina.pallmann@ejw-schorndorf.de) wenden.

Auch in den sozialen Medien ist die Jugendinitiative vertreten. Auf Instagram (jugendcafe.sdf) und auf Facebook (JIS - Jugendinitiative Schorndorf) hat die Gruppe eine eigene Seite. 

  • Bewertung
    9

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!