Heimspiel in der Porsche-Arena TVB empfängt Tabellenführer Flensburg

Ein bisschen wehmütig dürfte Tobias Schimmelbauer (hier gegen die Göppinger Tim Kneule/links und Jacob Bagersted) schon werden an diesem Donnerstag. Gegen Flensburg wird der Linksaußen zum letzten Mal im TVB-Trikot in der Porsche-Arena auflaufen. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Seit fünf Spielen ohne Sieg ist der Handball-Erstligist TVB 1898 Stuttgart – und an diesem Donnerstag (ab 19 Uhr im ZVW-Liveticker) dürfte die Serie kaum ein Ende finden: Der Deutsche Meister und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt gastiert in der Porsche-Arena. „Wir möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten ein maximal gutes Spiel machen“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

31 Spiele, 29 Siege, zwei Niederlagen – und die auch noch unglücklich beim 23:24 in Magdeburg und 18:20 in Kiel: Der Deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt spielt eine herausragende Saison. Dass die Titelverteidigung drei Spieltage vor Schluss noch nicht in trockenen Tüchern ist bei 58:4 Punkten, liegt an den wiedererstarkten Zebras aus Kiel. Die sitzen den Flensburgern mit zwei Punkten weniger, aber der um elf Treffer besseren Tordifferenz, im Nacken. Das auf dem Papier leichtere Restprogramm hat Kiel (gegen Minden, in Lemgo und gegen Hannover). Flensburg erwartet nach dem Gastspiel in Stuttgart den Fünften Füchse Berlin und muss zum Saisonfinale zu den Bergischen Löwen, die derzeit auf Rang sieben liegen und um einen internationalen Startplatz kämpfen.

Beim Namen Flensburg gerät der TVB-Trainer ins Schwärmen. „Ich bin ein Fan dieser Mannschaft“, sagt Jürgen Schweikardt. „Flensburg spielt den besten und schönsten Handball und hat tolle Spieler.“ Und clever sind die Norddeutschen ebenfalls. Nach der überraschenden zweiten Meisterschaft in der Vereinsgeschichte im vergangenen Jahr gaben sie sich vor dem Saisonstart demütig. „Understatement“, nennt es Schweikardt – und schränkt gleich ein. „Vielleicht auch zurecht.“

Schließlich musste der Trainer Maik Machulla gleich sechs wichtige Akteure ersetzen. Unter anderem Weltklassespieler wie das Torhütergespann Mathias Andersson/Kevin Möller, Thomas Mogensen, Henrik Toft Hansen und Kentin Mahé.

Flensburg gewinnt 24 Spiele in Folge

Davon indes zeigten sich die Flensburger unbeeindruckt und machten so weiter, wie sie in der vergangenen Spielzeit aufgehört hatten: mit Siegen. 24 (!) in Folge. Die zweite Saisonniederlage in Kiel schmerzte die SG zwar, machte sie aber nicht nervös. Zuletzt ließ sie der MT Melsungen beim 30:24 keine Chance.

Letztes Spiel in der Porsche-Arena für sechs TVB-Spieler

„Flensburg wird top vorbereitet nach Stuttgart kommen“, sagt Schweikardt. Der TVB dürfe auf keine Gnade hoffen. „Wenn’s bei Flensburg läuft, können sie uns abschießen.“ Nach einigen unglücklichen Wochen hofft Schweikardt, dass sein Team „so gut wie möglich“ dagegenhalten wird.

Das Spiel ist nicht nur etwas Besonderes, weil es gegen den Meister geht: Für sechs TVB-Akteure ist es zugleich das letzte Spiel in der Porsche-Arena. Jonas Maier, Lukas von Deschwanden, Bobby Schagen, Tobias Schimmelbauer, Simon Baumgarten und Michael Schweikardt werden sich mit einer guten Leistung von ihren Fans verabschieden wollen. Ob Letzterer mitmachen kann, ist allerdings ungewiss: Den Spielmacher plagt eine Rückenverletzung.


5800 Karten sind verkauft, es gibt also noch rund 400 Tickets an der Abendkasse.

Einiges los sein wird an diesem Donnerstag rund um die Porsche- und Mercedes-Benz-Arena. Im Anschluss an die Partie des TVB gegen Flensburg steigt das Relegationsspiel des VfB Stuttgart gegen Union Berlin. Der TVB weist darauf hin, dass es zu erheblichen Staus und Behinderungen kommen kann und rät den Fans, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Mercedes- und die Benzstraße werden für den Verkehr gesperrt. Ein Hinweis für alle, die den Shuttle-Bus zur Porsche-Arena nehmen: Der Bus fährt nicht wie gewohnt an der Schillerschule vorbei, sondern startet an Klingenstraßen in Bittenfeld (Strecke 1) und am Rathaus Winnenden (Strecke 2) – jeweils um 17.30 Uhr. Der genaue Abfahrts- und Zeitplan gibt’s unter: www.tvb1898.de/shuttlebus/.

Zum ersten Mal in dieser Saison steht der TVB-Torhüter Johannes Bitter in der Mannschaft der Woche des Fachmagazins Handballwoche. Auf dem dritten Platz steht Bitter in der Rangliste der Siebenmeter-Killer: In 30 Spielen hat er 22 Strafwürfe gehalten. Besser waren nur Jannick Green (SC Magdeburg/24) und Stefan Hanemann (Ludwigshafen/23). Zusammen mit dem Berliner Silvio Heinevetter hat Bitter die meisten Paraden in der Statistik: 289.

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