Entwicklungsplan beauftragt Remshaldener Sportstätten auf dem Prüfstand

Symbolbild. Foto: pixabay.com (CC0 Public Domain)

Remshalden. Die Gemeinderäte fordern es schon länger, jetzt geht die Gemeinde es an: Ein Planungsinstitut soll die Remshaldener Sportlandschaft in den Blick nehmen. Das Ziel ist ein klarer Plan für die Zukunft, nicht nur für die Hallen und Sportplätze, sondern auch für die Frage, wie das sportliche Angebot in Vereinen, Schulen und Kitas in Remshalden dauerhaft dem Bedarf gerecht wird.

Sechs Sporthallen hat die Gemeinde Remshalden, alle mit Baujahren in den Siebzigern und Achtzigern. Zusammen haben sie jährliche Unterhaltskosten von bis zu 1,2 Millionen Euro und immer häufiger werden auch teure Sanierungsmaßnahmen notwendig. Das war unter anderem der Hintergrund der Forderungen im Gemeinderat, die aus den Reihen von SPD und Freien Wählern/FDP schon Anfang des Jahres 2018 in den Haushaltsreden kamen.

Festlegen, wie sportliche Infrastruktur aussehen muss

Sie forderten die Erarbeitung eines Konzepts, in dem unter Einbeziehung der Sportvereine, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen klar festgelegt wird, wie die sportliche Infrastruktur in der Gemeinde in der Zukunft aussehen muss. Sprich: Welche Hallen und Sportplätze werden überhaupt noch benötigt? Oder auch andersrum: Wo sind die bestehenden Hallen und Sportanlagen nicht ausreichend?

Wo hapert es und wo gibt es ein Überangebot?

Die Forderung der Gemeinderäte wird nun umgesetzt in einer Sportentwicklungsplanung, die die Gemeinde nach einstimmigem Beschluss im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats an das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung aus Stuttgart vergibt. Dabei geht es laut Beratungsvorlage um „die Sicherstellung eines langfristig bedarfsgerechten Sportstättenangebots“. Es sollen aber nicht nur die Sportstätten, also Hallen und Sportplätze, betrachtet werden, auch Einrichtungen wie das Freibad mit dem Beachvolleyballfeld oder Spielplätze sollen laut Bürgermeister Reinhard Molt mit in die Betrachtung einfließen. Und: Abseits der Sportstätten nimmt die Entwicklungsplanung auch das Sportangebot von Vereinen und anderen Organisationen in den Blick: Wo hapert es oder wo gibt es ein Überangebot, das man besser steuern könnte?

Erst Bestandsaufnahme, dann Arbeitsgruppen

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme, für die das beauftragte Institut Vereine, Schulen, Kitas und andere Akteure im sportlichen Bereich befragt. Darauf aufbauend gibt es dann Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten. Am Ende sollen diese Antworten auf die Fragen liefern: Wie müssen sich die Sportstätten und die sportlichen Angebote entwickeln, um dem Bedarf in Remshalden gerecht zu werden?


Welche Überlegungen gibt es zu den Hallen?

Überlegungen, die für die Remshaldener Sportstätten bereits öffentlich von Gemeinderäten angestellt wurden, betreffen zum Beispiel die Sporthalle in Grunbach-Süd am ehemaligen Standort der Realschule mit ihrem Kleinspielfeld und den Leichtathletik-Anlagen.

Nach dem Umzug der Schule werden Halle und Außenanlagen zwar noch von Vereinen genutzt, aber es gibt manche, die sie für entbehrlich halten – auch unter dem Aspekt, dass damit eine Wohnbaufläche frei werden würde.

Auch die Jahnhalle in Grunbach mit dem Rasen-Sportplatz daneben könnte auf den Prüfstand kommen.

Im Gespräch war stattdessen schon eine neue Mehrzweckhalle im Bereich der Neuen Mitte beim Rathaus, wo auch der jetzige Standort der Realschule und die Grundschule sich befinden.

Für all diese Überlegungen sollen die Bestandsaufnahme, die demnächst beginnt, und das Sportentwicklungskonzept, das daraus resultiert, eine solide Grundlage und Richtschnur schaffen.

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