Fachkraft im Einzelhandel Sehr gefragt zur kalten Jahreszeit

Von Springerle bis Zimtsternen – Konditormeisterin Bettina Kaspar empfiehlt weihnachtliches Gebäck. Foto: Café Nast

Die Adventszeit ist bei den Floristen neben der Hochzeitssaison die stärkste Zeit im Jahr. 'Im Dezember ist immer sehr viel los, und neben den Kunden, die spontan nach einem winterlichen Blumengruß suchen, haben wir viele Aufträge', beschreibt Nina Seemann von der Floristenmanufaktur Blattgold in Stuttgart die hektische Zeit. 'Einerseits sind es kleine Bestellungen von weihnachtlichen Sträußen, andererseits sorgen wir auch auf großen Firmenfeiern für den Blumenschmuck.'

Nach dem Ansturm auf die Advents­gestecke sind Geschenke oder Dekorationsartikel für das eigene Haus gefragt. 'Wer nichts mit Kerzen möchte, wählt dekorierte Topfpflanzen oder kleine bis mittlere Schnittblumenkreationen', spricht die Floristin aus jahrelanger Erfahrung. 'In der Weihnachtszeit sind Amaryllis und Christrosen stark gefragt, aber auch besondere Formen der Protea und Chrysanthemen', weiß Seemann. Dazu passen nichtblühende Pflanzen: 'Hier kommen klassischerweise die roten Ilex-Beeren und Eukalyptus als Kapseln und Schnittgrün zum Einsatz.' Wer etwas anderes als das typische Weihnachtsrot in Kombination mit dem Tannengrün möchte, orientiert sich in diesem Jahr an Pastelltönen und zarten Farben in Kombination mit Weiß. 'Altrosa, Mint und Apricot sind dabei die Hauptfarben', sagt die Floristin, die selbst am liebsten saisonale Blumen verschenkt. Sie überlegt bei jedem Blumengruß, was zum Empfänger passen könnte - ob geradlinig oder verspielt, farbenfroh oder dezent. 'Am liebsten arrangiere ich die Blumen dann mit einem besonderen Gefäß oder einem Beiwerk wie Rosmarin, Minze oder Salbei', gibt sie einen Geschenktipp. 'Dann ist das blumige Geschenk gleichzeitig auch ein besonderes Dufterlebnis.'

Tee darf zur Weihnachtszeit nicht fehlen

Energiespendend am Morgen oder beruhigend am Abend - für viele gehört eine gute Tasse Tee zum Alltag dazu. Besondere Teesorten sind auch beliebte Weihnachts­geschenke. 'Richtige Teetrinker freuen sich über ausgefallene Sorten, Raritäten oder Spezialitäten zum Fest', weiß Ute Otto von Tee & Bohne. Das Tee- und Kaffeefachgeschäft gibt es seit sieben Jahren in Stuttgart. 'In diesem Jahr haben wir einen köstlichen neuen Weihnachtstee mit dem klangvollen Namen ?Adventsstunde? im Sortiment', empfiehlt die Expertin. 'Das ist ein aroma­tisierter Kräutertee mit Rumkuchen­geschmack.' An kalten Tagen schmeckt auch ein Winter-Darjeeling, eine Mischung aus schwarzem Tee und Kakaoschalen mit Orangengeschmack. Ob Früchtepunsch, Vanille-Äpfelchen oder Orange-Zimtgeschmack im Rooibos - viele Sorten passen jetzt zur dunklen Jahreszeit. Doch nicht nur reiner Tee ist als Geschenk beliebt, bei Tee & Bohne sind auch Tassen, besondere Kaffee-Variationen, belgische Pralinen und Schokolade aus deutschen Manufakturen zu haben. 'Kerzen und weitere Accessoires runden das Sortiment ab, so ist eigentlich für jeden etwas Passendes dabei', gibt Ute Otto Geschenktipps.

Ob Zimtsterne, Lebkuchen oder Dominosteine - kein Weihnachtsfest kommt ohne köstliches Gebäck aus, und so haben Bäckereien und Konditoreien im Dezember viel zu tun. 'Wir bieten 17 Sorten feinstes und handgemachtes Weihnachtsgebäck', sagt Bettina Kaspar vom Café Nast. Das Café gibt es seit 1902 in Stuttgart und wird in vierter Generation von der Urenkelin des Gründers betrieben. Bettina Kaspar ist selbst Konditormeisterin und Betriebswirtin des Handwerks und leitet mit ihrem Mann Matthias Kaspar mittlerweile sechs Geschäfte in der Stadt. 'Ab November backen wir bis Weihnachten täglich Springerle, die Butter-S-Kekse, Zimtsterne und vieles mehr', erzählt sie. 'Besonders beliebt ist auch das Zedernbrot mit frischem Zitronensaft.' Eine Besonderheit des klassischen Christstollens ist der Cranberry-Stollen. Außerdem werden eigene Hexenhäuser und Weihnachtsmänner aus Schokolade gegossen und Hefeteig-Sterne geformt. 'Zum Jahresende gibt es bei uns die traditionellen Neujahrs­brezeln', stellt Kaspar die saisonalen Besonderheiten vor. Torten sind zur Weihnachtszeit aus ihrer Erfahrung heraus eher weniger gefragt. 'Wir haben viele andere Leckereien und Torten gibt es ja das ganze Jahr', erklärt die Konditormeisterin. 'Dafür stellen wir Petit Fours mit Weihnachtsdekor her, auch unsere handgemachten Marzipan-Schweinchen werden gerne als Tischdekoration gekauft, die später aufgevespert werden kann.'

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