Fahrzeugkontrolle in Fellbach Reichsbürger will sich mit Fantasiedokument ausweisen

Symbolbild. Foto: Pixabay.com; Lizenz: CC0 Public Domain

Fellbach. Ein 65-Jähriger, der sich dem Milieu der Reichsbürger zuordnen lässt, hat sich in Fellbach bei einer Polizeikontrolle mit einem Fantasiedokument ausweisen wollen. Als die Polizisten das nicht akzeptierten, schloss er sich in sein Auto ein.

Ein 65-jähriger Autofahrer wurde am Dienstag kurz vor Mitternacht in der Bühlstraße von einer Polizeistreife kontrolliert. Dabei stellte sich laut Polizei heraus, dass der Mann nicht in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Er wollte sich zudem mit einem Ausweis des Deutschen Heimatbundes ausweisen (siehe Infobox).

Der Autofahrer wurde daraufhin von den Beamten mehrfach angewiesen, aus seinem Fahrzeug auszusteigen. Stattdessen schloss der Mann sich in sein Fahrzeug ein. Erst als die Polizisten eine Seitenscheibe einschlugen, öffnete er das Auto und stieg aus.

Das Fahrzeug des 65-Jährigen wurde von der Polizei sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.


Amt Deutscher Heimatbund

Das fiktive "Amt Deutscher Heimatbund" wird vom Landesverfassungsschutz als Teil der Reichsbürger-Bewegung betrachtet.

Auf der Website der Behörde heißt es: "'Reichsbürger' verneinen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland an sich, wobei sie sich u. a. auf verschwörungstheoretische Argumentationen berufen. Dementsprechend weigern sie sich beispielsweise, Steuern oder Bußgelder zu bezahlen, und leisten häufig Widerstand gegen staatliche Maßnahmen." 

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