Fehr will zur EM EM Norm – Der wichtigste Schritt ist geschafft

 Foto: Jens Körner - Bildermacher Sport

Am Samstag, den 16. Juni war es für mich soweit: In Tübingen stand das erste hochkarätige 5000-Meter-Rennen der Saison auf dem Programm. Diesen Wettbewerbstermin hatten wir uns mit Bedacht ausgesucht und wollten die EM-Norm von 13:40 Minuten angreifen (2:44 Minuten pro Kilometer ohne Pause).

Das Starterfeld hatte mit Richard Ringer, Florian Orth, Clemens Bleistein und Philipp Reinhardt die besten deutschen 5000-Meter-Läufer zu bieten, dazu kamen einige afrikanische und weitere internationale Starter hinzu. Man musste in Deutschland viele Jahre zurückschauen, um so ein gut besetztes 5000-Meter-Rennen zu finden. Da Tübingen von meinem Wohnort nicht weit entfernt ist, war es also die perfekte Gelegenheit.

Zur Startzeit um circa 22 Uhr war die Hitze des Tages verflogen und wir konnten bei angenehmen 20 Grad im Flutlicht auf Tübingens blauer Bahn unsere Runden drehen. Die Tempomacher sorgten für ein flottes Anfangstempo, bei dem sich schnell eine Art „Perlenschnur“ gebildet hatte.

Jeder wollte in diesem „Expresszug“ mitrollen, um möglichst die geforderten 13:40 min, also die EM-Norm zu unterbieten. Auch ich befand mich in dieser Perlenschnur musste aber nach knapp zwei Kilometern feststellen, dass die Spitzengruppe das Tempo noch schneller machte und sich dann doch abgesetzt hatte. Wir waren somit in zwei Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe wurde dann leider deutlich langsamer und als ich bei drei Kilometern auf die Uhr schaute wurde mir klar, dass es mit der EM-Norm sehr schwierig werden könnte.

Allein auf weiter Flur

Es blieb mir nichts anderes übrig, als das Tempo anzuziehen und zwischen der Spitzengruppe um Richard Ringer und meiner bisherigen Gruppe alleine zu laufen. Nach dem Motto „Allein auf weiter Flur“ kämpfte ich dann Runde um Runde gegen mich und die Stoppuhr. Es wurde hinten raus verdammt schwer für mich, aber dennoch hat es mit einem schnellen letzten Kilometer in 2:38 Minuten glücklicherweise gereicht und ich konnte in 13:37 Minuten die Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllen.

Damit stehe ich zwar momentan an dritter Position in Deutschland und bin damit auch ein potenzieller EM-Kandidat, jedoch kann natürlich jederzeit noch jemand meine Zeit unterbieten und mich damit von einem EM Startplatz verdrängen. Aus diesem Grund gilt es für mich die nächsten Wochen das Training weiter zu intensivieren und entweder noch einmal eine schnellere Zeit nachzulegen oder bei den Deutschen Meisterschaften, um die begehrten letzten Startplätze zu fighten.

Auf jeden Fall bin ich zunächst einmal überglücklich die Norm unterboten zu haben und kann die weiteren Rennen mit der nötigen Gelassenheit angehen. Ich bin mir sicher, dass über diese Distanz und bei besserem Rennverlauf noch einige Sekunden herausgekitzelt werden können. In Berlin Anfang August wäre ich nach meinem geplanten Trainingsaufbau und meiner derzeitigen Verfassung jedenfalls in Topform!

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