Fellbach Update: Arbeiten am Gewa-Tower unterbrochen

Fellbach.
Die Arbeiten am Gewa-Tower - Deutschlands dritthöchstem Wohnturm - sind unterbrochen worden. Erst vor vier Wochen dementierte Senior-Geschäftsführer Michael G. Warbanoff noch Gerüchte um einen Baustopp. Jetzt ist er doch Realität geworden. Das teilt die Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG in einer Ad-hoc-Mitteilung an alle Investoren und Beteiligten mit.

Hintergrund sind offenbar Unstimmigkeiten zwischen den Bauherren und dem Generalunternehmer, der in Leinfelden-Echterdingen beheimateten Firma BareselErst am 9. September war am Fuß des Turms das Richtfest gefeiert worden

Bis heute wurden schon 68 Prozent der Wohnungen verkauft

Im Zuge des Verkaufs des Gewa-Tower-Hotels im Rahmen eines „Forward Deals“ wird der Kaufpreis, der erst nach Fertigstellung und Abnahme des Hotelprojektes durch den Erwerber fällig ist, im ersten Quartal 2017 fließen. Als „Forward Deal” wird der Kauf eines schlüsselfertig auf Kosten des Verkäufers errichteten Gebäudes bezeichnet. Im Halbrund-Bau an der Schorndorfer Straße befindet sich künftig das Hotel Tulip Inn mit 123 Betten.

Nach Fertigstellung des Gewa-Tower-Rohbaus wurde im Oktober eine weitere Wohnung veräußert. Bis heute wurden somit insgesamt 45, das heißt rund 68 Prozent der Wohnungen, verkauft. Weitere Wohnungsverkäufe stünden unmittelbar vor dem Abschluss, heißt es in der Mitteilung weiter. Noch unverkauft sind insbesondere großflächige und hochpreisige Appartements in den oberen Etagen.

Bis zur Klärung der offenen Punkte wurden die Bautätigkeiten unterbrochen

Aufgrund der Tatsache, dass der Kaufpreis des Hotels im Zuge des abgeschlossenen Forward Deals erst im ersten Quartal 2017 fließen soll, sowie aufgrund des aktuellen Verkaufsstands der Wohnungen, besteht zwischen dem Generalunternehmer, der Baresel GmbH, sowie der Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG Abstimmungsbedarf hinsichtlich der weiteren Finanzierung und Bauplanung.

Bis zur Klärung der offenen Punkte wurden die Bautätigkeiten unterbrochen. Die Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG befindet sich diesbezüglich in Gesprächen mit dem Generalunternehmer. Zudem werden ergänzende Lösungsmöglichkeiten von Seiten der Gesellschaft geprüft.

Keine genaueren Angaben zu den Unstimmigkeiten

„Wir befinden uns in guten Gesprächen“, versichert Junior-Geschäftsführer Mark G. Warbanoff gegenüber unserer Zeitung. Es werde schon bald eine Lösung gefunden. Weder Anleger noch Käufer müssten sich Sorgen machen. Genauere Angaben zu den Unstimmigkeiten könne er derzeit jedoch nicht machen. Auch was den Verkauf weiterer Wohnungen anbelangt, gebe es „gute Gespräche“. Gerüchten zufolge soll insbesondere der Verkauf von Einheiten für mehr als 800 000 Euro Mühe bereiten, während sich die unteren Etagen quasi parallel zum Baufortschritt an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen ließen.

Zur Finanzierung des Gesamtprojekts aus Wohnturm, Hotel und Randbebauung hatte die Gewa eine 35-Millionen-Anleihe ausgeschrieben. Das Wertpapier stürzte an der Börse deutlich ab, hat etwa 25 Prozent verloren. Nur ein Zwischentief?

Gerüchte um prominente Käufer der riesigen Luxus-Appartements in den oberen Etagen des 107 Meter hohen Wohnturms halten sich hartnäckig beziehungsweise tauchen immer wieder auf. Doch weder Sami Khedira noch Kevin Kuranyi stehen bisher auf der Liste der Eigentümer.

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