Fellbach-Schmiden Schwerer Wasserschaden in Sporthallen

Nasses Dämm-Material und kaputte Sportböden - der Wasserschaden in der alten und neuen Halle der Rhythmischen Sportgymnastik ist beträchtlich. Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und Baubürgermeisterin Beatrice Soltys bei der Besichtigung der derzeit unbenutzbaren Hallen. Foto: Stadt Fellbach

Fellbach-Schmiden. Rund 4000 Liter Wasser sind in der Nacht auf den 11. Juni während eines schweren Unwetters in die Hallen des Nationalmannschaftszentrums der Rhythmischen Sportgymnastik am Standort Fellbach-Schmiden gelaufen. Decken, Wände und die Böden der neuen sowie der alten Halle sind schwer beschädigt und die Hallen nicht mehr nutzbar. Die Fellbacher Stadtverwaltung und der Schwäbische Turnerbund sowie der Deutsche Turner-Bund arbeiten an einem Notfallplan, damit die Turnerinnen des Bundesstützpunktes weiter trainieren können und die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften und damit auch auf die Olympia-Qualifikation gesichert ist.

Das Wasser war in großen Mengen über das Dach in den Neu- und Altbau eingedrungen. Rund 1500 Quadratmeter - neben den beiden Hallen, die Balletträume sowie Lagerflächen - standen unter Wasser. „Die ersten Sofort-Maßnahmen laufen bereits“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Zull vor. Die Baufirmen haben begonnen, die frisch installierten Wände wieder zu entfernen. „Dies ist natürlich ein erheblicher Einschnitt für die Vorbereitung auf die WM in Baku, die zugleich die Olympia-Qualifikation für Tokio darstellt. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle möglichen Ausweichstätten wie Kienbaum oder Wattenscheid zu prüfen“, sagte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. Seit Herbst 2017 ist die neue Halle des Nationalmannschaftszentrums der Rhythmischen Sportgymnastik im Bau. Die Sportstätte mit eigenem Ballett- und Technikraum sollte den dringend benötigten Raumbedarf der Nationalmannschaft abdecken. Im Zuge des Neubaus war geplant, auch die alte Halle zu renovieren und auf den neusten Stand zu bringen. Seit Juni 2019 fanden die ersten Trainingseinheiten in der neuen Halle des Leistungszentrums statt, der alte Ballettsaal war renoviert und das Training wurde aus der alten Halle in die neue verlegt. Bevor die Renovierungen in der rund 35 Jahre alten Sporthalle richtig losgehen konnten, stoppte allerdings das Unwetter alle weiteren Pläne.

23 Sportlerinnen in fünf Trainingsgruppen gehören derzeit zum Kader am Bundesstützpunkt. Ihr Trainingspensum muss jetzt auf andere Sportflächen verteilt werden. Ein vereidigter Sachverständiger hat mit der Bestandsaufnahme der Schäden begonnen und wird ein Gutachten über die Ursachen und die Schadenshöhe erstellt, bevor dann der Wiederaufbau beginnt.

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