Fellbach Tatort-Dreharbeiten am Kappelberg

Keine Sorge - kein echter Polizeieinsatz. In Fellbach wurden am Mittwoch Tatort-Szenen gedreht. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Fellbach. „Ein Mord auf offener Straße, eine anonyme Geldforderung, die Androhung weiterer Erschießungen: wird Stuttgart von einem Heckenschützen erpresst?“ - das ist in Kürze die Geschichte des Tatorts „Stadt in Angst“. Szenen dieser Tatort-Folge sind am Mittwoch auf dem Kappelberg gedreht worden.

Gedreht wurde eine Szene mit drei Joggern und zwei Spaziergängern. Eine Leiche gibt’s sicher auch. Wo sie liegt, bleibt am Mittwoch in Fellbach erstmal offen. Einzig der Leichenwagen eines Bestattungsunternehmens ließ erahnen, dass es hier noch zu dramatischen Szenen kommen wird.

Dramatik jedenfalls verspricht der zumindest bis jetzt bekannte Inhalt des Tatorts zuhauf. Der 25. Fall des Stuttgarter Tatort-Teams, inszeniert von Friederike Jehn nach dem Drehbuch von Wolfgang Stauch, stellt die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz vor eine große Herausforderung: Sie erhalten ein Schreiben, in dem nichts als „1“ steht. Kurz darauf wird eine Frau auf offener Straße erschossen, ein zielgerichteter Weitschuss, offensichtlich abgefeuert von einem Scharfschützen. Auf der Patronenhülse ist eine „1“ eingraviert. Die Ermittler ahnen Böses.

Ein zweiter Mord droht im schlimmsten Fall

Ein zweites Schreiben folgt: eine Geldforderung über drei Millionen, ansonsten kommt es zu einem zweiten Mord, an irgendeiner Stelle der Stadt.

Trotz raffiniert eingefädelter Geldübergabe und guter Vorbereitung der Kommissare kann der Täter nicht gefasst werden. Der Druck, den Täter zu finden, wächst, als ein zweiter Mord verübt wird. Jetzt müssen die Kommissare handeln, bevor die anonyme Bedrohung zur Panik führt. Ein erster Erfolg stellt sich ein, als am zweiten Tatort nicht nur eine Patronenhülse, sondern auch Spuren von rotem Nagellack gefunden werden.

Teilhaben am Tatort-Dreh konnte an diesem Mittwoch jeder, der zufällig durch die Weinberge spazierte. Keine Spur von einer Absperrung, die Passanten hätte hindern können, mitten durch das Set zu laufen. Weiter unten arbeiteten Bauern, unbekümmert von dem, was in geringer Entfernung weiter oberhalb passierte, in ihren Weinbergen.

Schauspieler oder Spaziergänger?

Ging man nahe genug ran, hatte man sogar die Möglichkeit, ein paar Regieanweisungen zu hören, die das Kamerateam den Schauspielern immer wieder zurief. Wären die vielen Autos des SWR-Teams nicht dort gewesen, hätte man die Schauspieler sogar mit Spaziergängern verwechseln können.

Etwas abseits vom eigentlichen Dreh war dann schon mehr zu sehen: Mehrere Streifenwagen der Polizei, einige Statisten, ein Bus mit der Aufschrift „Spurensicherung“ und jede Menge Menschen mit Kameras. Eins steht fest: Wer einmal hinter die Kulissen geblickt hat, empfindet den Tatort im Fernsehen als etwas weniger dramatisch...


Der nächste Tatort

In der Liste der bevorstehenden Tatort-Ausstrahlungen kommt „Stadt in Angst“ noch nicht vor.

Am kommenden Sonntag, 19. Mai, läuft im Ersten der Tatort „Anne und der Tod.“ Ein pflegebedürftiger Senior wird tot am Fuß einer Treppe aufgefunden.

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