Feuer beim Tennisclub Rot-Weiß Winterbach Brandstiftung – aber viele Fragen bleiben

Das Dach des TCW-Vereinsheims wurde bei dem Brand schwer beschädigt. Foto: Schneider / ZVW

Winterbach. Seit vergangener Woche hat sich der Verdacht bestätigt: Das Vereinsheim des TC Winterbach hat jemand angezündet. Mehr sagt die Polizei derzeit nicht zu ihren Ermittlungen. Weiterhin hat jedoch niemand eine Idee, wer hinter der Brandstiftung stecken könnte.

Die Polizei hält sich bedeckt, was detailliertere Informationen angeht, wie das Vereinsheim des TC RW Winterbach mit dem italienischen Restaurant, der Trattoria „A modo mio“ angezündet wurde. „Wir können nicht in die Details gehen, weil wir sonst unsere Ermittlungen gefährden“, sagt Polizeisprecher Ronald Krötz. Allerdings bestätigt er: Ansätze in Richtung eines konkreten Verdächtigen für die Brandstiftung gibt es derzeit nicht.

„Weder die Polizei noch wir haben die geringste Idee“, sagt Lutz Paulsen, Vorsitzender des Tennisclubs. Für ihn ist es „unvorstellbar“, dass die Sache etwas mit dem Verein zu tun haben könnte. Und auch im Zusammenhang mit dem Restaurant sind ihm keine Streitigkeiten bekannt. Was aber steckt dann hinter der Brandstiftung? Darauf hat derzeit keiner eine Antwort. „Das hat schon erhebliche kriminelle Energie“, sagt Lutz Paulsen. „Wir sind völlig ratlos.“

Polizei geht von Zusammenhang mit anderer Brandstiftung aus

Die Polizei geht laut Sprecher Ronald Krötz jedenfalls davon aus, dass es sich nicht um fahrlässige, sondern um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Das liegt nahe, weil eben wenige Wochen vor dem Brand, der das Tennis-Vereinsheim verwüstet hat, jemand versuchte, dort Feuer zu legen. Der Brandleger konnte bis heute nicht ermittelt werden. Doch die Polizei geht sehr stark von einem Tatzusammenhang aus.

Dieser erste Zündel-Versuch geschah in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai. Das Feuer erlosch in diesem Fall aber wieder von allein, ohne größere Schäden zu hinterlassen und ohne, dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Am Abend des 2. Juni musste diese dann mit einem Großaufgebot anrücken und das Vereinsheim löschen. Die Einsatzkräfte konnten nicht ganz verhindern, dass große Teile des Gebäudes zerstört wurden.

Clubhaus soll repariert werden

Mittlerweile hat ein Sachverständiger der Versicherung die Brandruine in Augenschein genommen. „Für ihn ist ganz klar, dass ein Vollabriss nicht infrage kommt“, sagt Lutz Paulsen. Das heißt, das Clubhaus soll repariert werden. „Die Grundmauern werden wohl stehen bleiben können“, so der Vorsitzende des TC. Der Verein ist in der Sache bereits aktiv geworden und hat Angebote bei Handwerkerfirmen für die nötigen Abbrucharbeiten der zerstörten Teile angefordert. Das Dach müsse dann völlig neu konstruiert werden, sagt Lutz Paulsen. Aber zum Glück gebe es einen Architekten im Verein. Hier ist also ein Blick nach vorne möglich, es geht voran. Mit der Ungewissheit, wer hinter dem Brand steckt, werden alle jedoch womöglich noch länger leben müssen.

Spielbetrieb

Der Brand hat den Winterbacher Tennisclub nur kurz lahmgelegt, auch wenn das Vereinsheim natürlich fehlt. Für den Spiel- und Trainingsbetrieb behilft sich der Verein weiterhin mit Provisorien für Umkleide und Toiletten. Die Verbandsspiele trägt der TC auf den gegnerischen Plätzen aus. Da hätten bisher alle Vereine gut mitgemacht, sagt Lutz Paulsen.

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