Freizeit-Tipp zur Gartenschau Neckarstrand und Remsbalkone in Remseck

, aktualisiert am 21.06.2019 - 11:57 Uhr
 Foto: ZVW/Ramona Adolf

Remseck am Neckar. Wer mit den Füßen im Sand am Wasser entlang spazieren möchte, muss nicht unbedingt ans Meer fahren. Ein kleiner Ausflug in den Nachbarlandkreis Ludwigsburg genügt. Fast hundert Meter Sandstrand kann man in Remseck am Neckar erkunden. Für die Remstal-Gartenschau wurde vor allem der Mündungsbereich von der Rems in den Neckar aufgehübscht. Unsere Redakteurin Ramona Adolf hat sich dort mit der Kamera umgesehen.

Das bietet die Gartenschau in Remseck

Der Neckarstrand war schon lange beliebtes Ausflugsziel. Im Zuge der Gartenschau hat die Gemeinde Remseck diesen noch einmal aufgewertet. Am Mündungsbereich der Rems in den Neckar kann man fast 100 Meter lang im Sand spazieren gehen und dabei direkt die Füße ins Wasser halten. Kinder können sich auf einem Piratenschiff austoben. Wer kommt, sollte auf jeden Fall einen Sonnenschutz mitbringen. Schattenplätze sind rar. Blickfang ist dort das Badehaus, eines der weißen Häuser, die alle Kommunen der Gartenschau errichtet haben.

Über einen Steg kann man auf der Rems spazieren gehen. Von dort aus soll man auch bald die schwimmenden Gärten betrachten können. Da diese aber im Mai vom Hochwasser in den Neckar getrieben wurden, muss man derzeit noch auf den blumigen Anblick verzichten. Dennoch lohnt sich ein Spaziergang über das Wasser, nicht zuletzt wegen der angenehmen Luft direkt am Wasser. Wer hier allerdings Ruhe sucht, ist fehl am Platz. Denn der Steg liegt nur einige Meter entfernt von einer viel befahrenen Kreuzung.

Auf den neuen Remsbalkonen kann man verweilen und der Rems beim Fließen zusehen. Auch hier gilt leider: Schatten ist nicht gegeben.

Beim Bürgerprojekt "Urban Gardening" wurden von Kindergärten und Vereinen Hochbeete angelegt. Die Kisten können sich Besucher ansehen, nur geerntet werden darf hier nichts. Neben Salat und Kräutern findet man hier auch interessante Pflanzen wie zum Beispiel Zitronengurken.

Am Remsufer baut Land-Art-Künstler David Klopp derzeit ein überdimensionales Gänsenest. Das Kunstwerk soll an die Zucht von Gänsen erinnern, die in Remseck bereits im Jahr 1350 betrieben wurde. Die Gänsezucht war damals neben der Landwirtschaft der wichtigste Erwerbszweig. Das Gänsenest am Remsufer wird aus Weidenholz gebaut. Die Mitte ist durch ein Schlupfloch zu erreichen, durch das Besucher ins Innere des Nests gelangen. Setzen sie sich auf einen der drei Steine in der Mitte, soll es für die Vorbeigehenden aussehen, als würde jemand im Nest brüten. Noch bis Freitag kann man dem Künstler vor Ort bei der Entstehung des Nests zusehen. Wer Glück hat, kann dann auch zwei echte Schwäne mit ihren Jungen in der Nähe entdecken.

Anfahrt

Wer mit dem Auto anreist, kann auf zwei Parkplätzen in der Nähe des Neckarstrandes parken. Der "Ersatzparkplatz Rathaus" und der Parkplatz "Alte Kläranlage" sind ausgeschildert. Für zwei Stunden parkt man dort mit Parkscheibe kostenlos. Busse und Stadtbahn (U12) halten in der Nähe.


Barrierefreiheit

Steg und Badehaus sind barrierefrei zugänglich. Eine Karte aller barriefreien Stationen finden Sie hier.

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