Fünf Monate nach Großbrand in Urbach Haus Kirchplatz 9 ebenfalls vor dem Abriss

Beim Brand im März ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde das Haus Kirchplatz 9, das unmittelbar hinter der Brandruine steht. Zwar konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhindern, dafür ist das Haus so mit Löschwasser durchweicht, dass nun nur noch der Abriss bleibt. „Es ist nicht mehr sanierungsfähig“, sagt Achim Grockenberger. Wände und Decken seien so aufgeweicht, dass zum Beispiel in einer Wohnung die Küchenschränke von der Wand gefallen seien.

Für die beiden Familien, die die Gemeinde im Gebäude Kirchplatz 9 untergebracht hatte, heißt das, dass sie nicht wieder darin zurückziehen können, wie das die Gemeinde noch direkt nach dem Brand gehofft hatte. Eine der Familien ist in einem alten Wohnhaus auf dem Gelände der Firma Dungs untergekommen, die andere wohnt im ebenfalls der Gemeinde gehörenden Haus Kirchplatz 5. Dieses war allerdings, wie Achim Grockenberger sagt, vorher auch schon zum Abbruch vorgesehen und völlig leer geräumt. Man habe nun eine provisorische Heizung zur Verfügung gestellt, aber eine Dauerlösung für die obdachlose Familie sei es nicht.

Deswegen ist die Gemeinde Urbach nach wie vor auf der Suche nach Wohnungen für die Familien. „Die Gemeinde mietet die Wohnungen an und bezahlt die Miete“, sagt Achim Grockenberger. „Die Vermieter müssen deswegen keine Angst haben, dass sie kein Geld kriegen.“ Wer eine Wohnung anbieten kann, sollte sich bei Johanna Schäfer im Liegenschaftsamt der Gemeinde melden: Tel. 0 71 81/80 07 25.


Dankbarkeit für Hilfe und Zuspruch

Ein Lichtblick war für Familie Pendica-Kapaktsis die Hilfsbereitschaft und der selbstlose Einsatz vieler Menschen während und nach dem Brand. Diesen wollen sie allen auf diesem Wege danken:

Dem Verein Schatzkiste, der sich um die Organisation der Spenden für die obdachlos gewordenen Familien kümmerte.

Allen, die gespendet haben, seien es Möbel, Kleidung oder Geld, sowie allen, die am Tag der Katastrophe da waren und geholfen haben.

Dem Pflegedienst Bethel und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich unermüdlich mit um Familienoberhaupt Giuseppe Pendica kümmern und die, wie Tochter Tanina Pendica-Kapaktsis sagt, „für uns alle auch emotional da sind“.

Ihrem Architekten Günter Ostertag, der sich über seine Arbeitszeit hinaus persönlich eingesetzt hat.

Feuerwehr, Polizei und DRK für den Einsatz am 29. März und danach.

Achim Grockenberger von der Gemeinde Urbach: „Er war immer ansprechbar und erreichbar für uns und hat sich gekümmert.

Vermisst

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