Fußball-EM EM-Stammtisch: Fast alle Zweifel sind verflogen

Ein Weltmeister am ZVW-Stammtisch: Guido Buchwald (Bildmitte im hellblauen Hemd) wird eingerahmt von ZVW-Geschäftsführer Bernd Schwer (links) und von Klaus Bihlmaier. Links und rechts am Bildrand zu sehen sind Moderator Hans Pöschko und Dietmar Heinle. Foto: Bernhard/ZVW

Urbach. So schnell kann’s gehen: Zwei knappe Siege und ein weitgehend überzeugendes Spiel gegen Holland, und schon sind am EM-Stammtisch des Zeitungsverlags, der diesmal im Urbacher „Hasen“ tagte, alle Zweifel an der deutschen Mannschaft Vergangenheit. Die Mannschaft, sind sich alle einschließlich des weltmeisterlichen Stammtisch-Ehrengastes Guido Buchwald einig, ist auf einem guten Weg, der sie mindestens bis ins Halbfinale führen wird.

Stammtisch-Tipps:

Noch ist, obwohl’s auf den ersten Blick nicht so aussieht, in der deutschen EM-Gruppe alles möglich: dass Deutschland ausscheidet genauso wie dass Holland doch noch ins Achtelfinale einzieht. Weshalb sich der Stammtisch diesmal auf Anregung von Guido Buchwald entschlossen hat, beide Gruppenspiele, die ja zeitgleich ausgetragen werden, zu tippen.

Die Tipps für Deutschland – Dänemark: Guido Buchwald 2:0, Bernd Schwer 2:0, Klaus Bihlmaier 1:1, Dietmar Heinle 2:0, Volker Ziesel 3:0, Werner Böck 4:2, Ralf Vollmer 2:0 (Scherzhafte Zusatzbemerkung für Fußballhistoriker: „Wenn die Dänen nicht den Alan Simonsen bringen“), Herbert Kiess 1:0, Sepp Rettstatt 3:1, Hans Pöschko 1:0.

Die Tipps für Holland – Portugal: Guido Buchwald 2:2, Bernd Schwer 1:2, Klaus Bihlmaier 1:1, Dietmar Heinle 3:1, Volker Ziesel 1:0, Werner Böck 0:2, Ralf Volmer 2:1, Herbert Kiess 3:1, Sepp Rettstatt 1:2, Hans Pöschko 1:1.

 

Von den beiden nächsten Gegnern jedenfalls sollte sie sich, so die allgemeine Überzeugung, nicht überraschen lassen. Vorausgesetzt, so der dem Stammtisch ebenfalls die Ehre gebende ZVW-Geschäftsführer Bernd Schwer, sie geht die Aufgaben „nicht luschenhaft, sondern hochkonzentriert“ an. Zunächst also Dänemark: „Das ist ein Selbstläufer. Die können gegen Dänemark nicht verlieren, das ist nicht möglich“, meint Dietmar Heinle und provoziert Guido Buchwald mit der kleinen Spitze, dass sich diese EM-Mannschaft von anderen deutschen Mannschaften nicht zuletzt dadurch unterscheide, dass nicht auf die Abwehr geschimpft werden müsse, wie das früher immer der Fall gewesen sei. „Aber nicht, solange ich gespielt habe“, kontert der Heinles Prognose weitgehend teilende Buchwald scherzend. Und Heinle lenkt ein: „Okay erst ab 2000.“ Nach diesem Intermezzo tritt Klaus Bihlmaier in Aktion mit seiner obligatorischen Warnung, dass „jedes Spiel anders“ sei – „30 Euro ins Phrasenschwein oder eine Runde“, ruft einer – und dass die Dänen „gar nicht so lidadrig“ seien. Für seinen Vorschlag, die Deutschen sollten auf Unentschieden spielen, damit die Holländer rausfliegen, kann sich keiner so recht erwärmen. „Die haben einen, der Tore machen kann, und wir haben fünf oder sechs“ meint Heinle. Obwohl bei den Deutschen bisher erst einer getroffen hat – Mario Gomez. Aber über den erübrigt sich nach dem Holland-Spiel jedes Wort. Und auch über seinen Kritiker Mehmet Scholl.

Am Stammtisch wird derweil schon ans Viertelfinale gegen Polen oder Tschechien mit klarer Tendenz zu Polen gedacht. Und auch da ist nicht nur Sepp Rettstatt der Meinung, dass der deutschen Mannschaft, wenn sie annähernd so spielt wie gegen Holland, kein großes Ungemach drohen sollte. Guido Buchwald grätscht erst dazwischen, als der vor Beginn des Turniers und nach dem Portugal-Spiel auch noch nicht so optimistische Volker Ziesel schwärmt, er habe bei diesem Turnier „noch keine Mannschaft gesehen, die annähernd so gut ist wie wir“. Der Weltmeister von 1990 verweist auf die Italiener und die Spanier, die seiner Meinung nach kompakter auftreten als die Deutschen.

Auf der nächsten Seite lesen sie, warum Guido Buchwald von den Holländern und Herbert Kies von den Deutschen enttäuscht ist.

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