Gegen die zweitbeste Abwehr der Liga Härtetest für die verschwenderische VfB-Offensive

Die schwäbische Sturmreihe um Philipp Förster, hier im Spiel gegen Dynamo Dresden, geht viel zu verschwenderisch mit ihren Torchancen um. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart. Der VfL Osnabrück steht im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Das Auswärtsspiel am Samstag wird aber dennoch vor allem für die so verschwenderische Offensive des VfB Stuttgart ein echter Härtetest. Denn in einer Wertung liegt der VfL ganz weit vorne.

Für ein Team mit den Ambitionen des VfB Stuttgart ist der verschwenderische Umgang mit Torchancen viel zu hoch - das sieht auch der meist optimistisch denkende Trainer Tim Walter ein. "Wer die nackten Zahlen liest, dass wir wenige Tore geschossen haben aus den Chancen, die wir hatten: Da kann man ja nicht zufrieden sein, das liegt ja auf der Hand", sagte er vor dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück am Samstag (13 Uhr/ZVW-Liveticker). Für ein Tor benötigt der VfB 10,6 Versuche - Tabellenführer Hamburger SV etwa braucht drei Schüsse weniger für einen Treffer.

Osnabrück stellt die zweitbeste Defensive der Liga

Eine Woche nach dem 3:1 gegen Dynamo Dresden, als Stuttgart erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel drei Tore erzielte, steht die VfB-Offensive nun vor einem Härtetest: Nur der HSV hat nach zwölf Spielen weniger Gegentore zugelassen (11) als der Aufsteiger aus Osnabrück (12). "Ich glaube, dass die bislang einen sehr guten Job machen", lobte Walter den VfL, der vor dem 13. Spieltag dennoch nur auf Rang 15 der Tabelle stand.

Mit welchen seiner Optionen in der Offensive Walter die Aufgabe in Osnabrück einen Tag nach seinem 44. Geburtstag angehen wird, behielt er für sich. Dass Holger Badstuber nach seiner Sperre wieder in die Innenverteidigung rückt und auch der zuletzt als Linksverteidiger überzeugende Gonzalo Castro spielen wird, bestätigte er - defensiv ist die stärkste Formation des VfB mit Pascal Stenzel, Kapitän Marc Oliver Kempf, Badstuber und Castro in der Viererkette auch relativ offensichtlich.

An wen der nominell einzige Sturm-Platz im zuletzt bevorzugten 4-3-2-1 geht, ist dagegen weniger klar. Im Angriff streiten sich Nicólas González, Hamadi Al Ghaddioui, Silas Wamangituka und Mario Gomez mit dem jungen Roberto Massimo. Nimmt man die beiden Positionen dahinter dazu, kommen auch Philipp Förster, Philipp Klement, Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly in die Verlosung. Für Daniel Didavi kommt die Begegnung dagegen zu früh, er könnte nach seiner Verletzung für das Derby gegen den Karlsruher SC nach der Länderspielpause wieder eine Option sein.

Warum Mario Gomez aktuell kein Startelf-Kandidat ist

Sicher scheint, dass Ex-Nationalspieler Gomez kein Kandidat für die Startelf ist. Seit dem Tor am ersten Spieltag hat er nicht mehr getroffen und ist in der Rangfolge hinter Gonzalez und Al Ghaddioui zurückgefallen, die beide schon vier Tore erzielt haben. Auch der 20 Jahre alte Wamangituka ist mit zwei Toren erfolgreicher als Gomez und durch seine Dynamik und Geschwindigkeit eine echte Waffe.

"Er weiß genau, woran er ist", sagte Walter zuletzt über Gomez. "Mario merkt auch, dass die anderen Tore schießen und Spiele gewinnen. Er hatte auch die Möglichkeit zu spielen, hat aber nicht so getroffen." Dass dem Topverdiener die Situation nicht gefallen kann, ist klar: "Das wird ihm sicher nicht schmecken", sagte Sportdirektor Sven Mislintat zu Wochenbeginn.


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