Gesundheit Beratungsangebote für Eltern

Für überforderte Eltern und ihre Kinder gibt es viele Hilfsangebote. Foto: Adobe Stock

Stuttgart - Wenn bei einem Kind die Frage aufkommt, ob es etwa unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden könnte, sind die Eltern schnell überfordert. Ein Kinderarzt kann eine solche Diagnose auch nicht unbedingt abschließend leisten. Aber er ist immer die erste Anlaufstelle, bei weiterführenden Fragen kann der Arzt die Kinder an die entsprechenden Stellen weitervermitteln. Neben dem Sozialpädiatrischen Zen­trum (SPZ) an der Stuttgarter Kinderklinik Olgahospital gibt es die Beratungsstellen der Jugendämter, die schulpsychologische Beratungsstelle des Schulamts oder die interdisziplinäre Frühförderstelle (IFF) des Stuttgarter Gesundheitsamts. Es gibt dort auch Beratungsangebote für Eltern, etwa wenn Konflikte durch eine Trennung oder familiäre Notlagen auftreten.

SPZ am Olgahospital

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am Olgahospital vereint Fachkräfte aus mehreren Disziplinen: Kinderneurologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten sowie Heilpädagogen. Kinder, die eine Grunderkrankung haben oder deren Alltag stark beeinträchtigt ist, sollten am besten in solch einem Zentrum zunächst genauer untersucht werden. So erhält man eine genaue Diagnose. Eine gezielte Frühförderung findet am SPZ ab dem Säuglings- bis ins Vorschulalter statt.

Gesundheitsamt

Auch das Gesundheitsamt bietet Hilfe an. Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen, können sich an die Interdisziplinäre Frühförderstelle (IFF) wenden. Das Angebot richtet sich an Kinder von Geburt an bis zum Schuleintritt. Neben gezielter Therapie wird auch die Vermittlung weiterer Hilfen angeboten.

Jugendamt

In Fragen des Alltags, bei persönlichen Notlagen, Erziehungs- oder Entwicklungsproblemen sowie bei Konflikten durch Trennung der Eltern – die Jugendämter bieten zahlreiche Beratungsangebote. Kinder und Jugendliche können sich bei Stress in der Familie, mit Freunden oder in der Schule auch direkt ohne Kenntnis der Eltern an das jeweilige Jugendamt wenden.

Schulpsychologische Beratungsstelle

Wenn es um pädagogische Probleme wie eine Lese-Rechtschreib- oder eine Rechenschwäche geht, sind die schulpsychologischen Beratungsstellen die richtige Anlaufstelle. Aber auch bei Mobbing oder anderen schulischen Konflikten können sich Schüler, Lehrer und Eltern dort Rat holen.

Landesmedienzentrum

Die Gefahr, dass ein Kind stundenlang mit Youtube, Netflix oder Ähnlichem vor dem Smartphone oder Fernseher sitzt, nimmt immer noch zu. Das Landesmedienzen­trum Baden-Württemberg (LMZ) ist die richtige Anlaufstelle in Fragen der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes.

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