Gewerbegebiet „Schreibaum“ in Endersbach Stadt plant Parkhaus für Pendler

Die Haltestelle Stetten-Beinstein ist bei Pendlern sehr beliebt und die Parkplätze sind immer voll besetzt. Foto: Habermann/ZVW

Weinstadt-Endersbach. Rund 150 weitere Parkplätze für Pendler will Weinstadt in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Stetten-Beinstein schaffen – und zwar auf einer Fläche im Endersbacher Gewerbegebiet „Schreibaum“. Dafür wird der Bebauungsplan erweitert: Den Aufstellungsbeschluss soll der Gemeinderat am 26. September fassen.

212 öffentliche Stellplätzen sind nicht genug: Der Parkdruck an der Haltestelle Stetten-Beinstein ist enorm – und genau deshalb plant die Stadt ein Parkhaus, das den jetzigen Park-and-ride-Platz ersetzt. Das neue Parkhaus soll 150 zusätzliche Parkplätze bieten, also insgesamt rund 360 (wir berichteten). Auf diese Weise wird zudem auch Fläche gespart – und die kann dann wieder genutzt werden, um weiteres Gewerbe anzusiedeln. Damit das gelingen kann, brauchte es ein geeignetes Grundstück – und die genaue Lage wurde nun in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses der Stadt bekanntgegeben.

Erschlossen werden soll alles über die Mercedesstraße

Das Parkhaus soll im Gewerbegebiet „Schreibaum“ entstehen, das die Stadt insgesamt aufwerten will. Aus dem Grund sind zum Beispiel Fuhr-, Logistik- und Busunternehmen nicht zugelassen. Auch Wohnungen dürfen dort nicht entstehen. Erschlossen werden soll alles über einen Wendehammer, der an die Mercedesstraße andockt und auch so groß ist, dass dreiachsige Müllfahrzeuge damit zurechtkommen. Derzeit wird bereits der Zugang zur Haltestelle Stetten-Beinstein barrierefrei ausgebaut. Langfristig muss in dem Gebiet auch Platz frei gehalten werden, falls die Bahn einst ein drittes Gleis errichten will.

GOL-Fraktionschef Manfred Siglinger wollte in der Sitzung wissen, warum im Gewerbegebiet „Schreibaum“ auch gesundheitliche Zwecke ausgeschlossen werden. Er dachte hier etwa an ein orthopädisches Zentrum, das in der Nähe der S-Bahn gut aufgehoben wäre. Baubürgermeister Thomas Deißler sagte dazu öffentlich nur so viel: „Wir sind sehr interessiert, dass die Firmen, die dort am Standort sind, an den Standort gehen.“ In der Sitzungsvorlage heißt es dazu, dass das städtebauliche Konzept für dieses Areal auch bestehende erste Vorhabenüberlegungen eines ortsansässigen Unternehmens beinhaltet. Welche Firma das ist, sagte die Stadt unserer Zeitung auf Nachfrage nicht.

Der Technische Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September, den Aufstellungsbeschluss in der vorgeschlagenen Form zu verabschieden.


Nur für Bahnkunden

Alle Parkplätze in dem geplanten Parkhaus sind nur für Kunden des öffentlichen Nahverkehrs vorgesehen.

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