Hamburg Kinder allein im Zug: Vater springt auf abfahrenden ICE

Ein ICE unterwegs Foto: Pixabay

Hamburg. Ein Familienvater ist am Dienstag (13.08.) in Hamburg auf einen ICE aufgesprungen, weil seine zwei Kinder bereits in dem abfahrenden Zug saßen. Ein Fahrgast sah durch das Fenster, wie der 42-Jährige versuchte, in den Zug zu klettern. Er informierte das Bahnpersonal, das sofort eine Schnellbremsung einleitete. 

Wie sich später herausstellte, hatte der Mann rauchend am Bahnsteig gestanden. Seine Kinder (sieben und neun Jahre alt) hatten sich bereits im Zug befunden, als sich die Türen schlossen und der ICE abfuhr. Der Mann sprang kurzerhand zwischen zwei ICE-Wagen auf und hielt sich am Faltenbalg fest. Er versuchte dann zur Tür zu klettern.

Nach der Schnellbremsung des Zuges kam der Zug im Bereich des Hamburger Oberhafens zum Stehen. Der Zugbegleiter holte den Mann zunächst in den Zug. Am Bahnhof Harburg wartete dann eine Streife der Bundespolizei auf den Familienvater, der nach seinem gefährlichen Manöver mittlerweile von der Weiterfahrt ausgeschlossen worden war. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren gegen den Mann ein. Die Ermitlungen dauern an. Verletzte hat es ersten Erkenntnissen nach durch die Schnellbremsung aber nicht gegeben.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Gefahren des Bahnsurfens. Nicht nur wegen der hohen Geschwindigkeit sondern auch wegen des möglichen Kontakts zur Oberleitung ist das Bahnsurfen lebensgefährlich.

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