Handball, 2. Bundesliga Lea Gruber verlässt den VfL Waiblingen

Vor dem abschließenden Auftritt zu Hause in der Rundsporthalle gibt es eine sehr schlechte Nachricht für den VfL: Topspielerin Lea Gruber (mit Ball gegen die Mainzerinnen Sophie Hartstock, links, und Janka Bauer, ganz rechts Luisa De Bellis) wechselt zum SV Union Halle-Neustadt. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Das Saisonende in der 2. Bundesliga ist nah. Im letzten Heimspiel wollen die Handballerinnen des VfL Waiblingen die Zuschauer noch einmal mit einer Topleistung verwöhnen. Gegen den Drittletzten SV Werder Bremen, der den Klassenverbleib geschafft hat, soll ein überzeugender Sieg gelingen. Eine Nachricht indes trifft den VfL hart: Lea Gruber wird den Verein verlassen.

VfL Waiblingen (6. Platz, 30:26 Punkte) – SV Werder Bremen (14. Platz, 18:38 Punkte; Samstag, 18.15 Uhr). Torgefährlich, spielintelligent, körperlich stark, stets ein Vorbild in Sachen Einsatz: Diese Eigenschaften haben Lea Gruber zu einer der wichtigsten Spielerinnen nicht nur beim VfL, sondern schon zuvor im Team des mehrfachen Aufsteigers und Drittliga-Meisters SC Korb sowie der FSG Waiblingen/Korb gemacht. Lange hatten sich die Waiblinger nicht zu einer eventuellen Vertragsverlängerung geäußert. „Aber wir haben von Lea schon länger gewusst, dass sie wohl gehen wird“, sagt Trainer Nicolaj Andersson. Jetzt ist es offiziell: Die 22-Jährige verlässt den VfL und wechselt zum Erstliga-Absteiger und künftigen Zweitliga-Konkurrenten SV Union Halle-Neustadt.

Gruber spielt künftig in der 2. Liga gegen Waiblingen

„Es ist keine Entscheidung gegen meine Mannschaft“, betont Gruber. Vielmehr wolle sie sich persönlich und sportlich weiterentwickeln. „Ich war mein ganzes Leben lang hier in Schwaikheim, Korb, Waiblingen.“ Nach ihrem Bachelor-Abschluss im Fach Kommunikationsgestaltung sei ihr Ziel eigentlich gewesen, im dänischen Kopenhagen ein Master-Studium draufzusetzen. Weil das nicht geklappt hat, wird es Gruber nun nach Sachsen-Anhalt ziehen. „In Halle gibt es eine sehr gute Uni.“ Die obendrein das seltene Master-Studium „Visual Stories and Strategies“ anbietet. Schade sei, dass ihr neuer Verein SV Union aus der 1. Liga absteigt. „Ich wäre sportlich gerne noch den Schritt weiter nach oben gegangen.“ Nun aber bleibt Gruber in der 2. Liga – und spielt künftig gegen den VfL Waiblingen.

Trainer Andersson: "So jemand ist schwer zu ersetzen"

Dessen Coach Andersson bedauert Grubers Wechsel sehr: „Sie ist auf und neben dem Spielfeld eine wichtige Person für uns, die bei allen beliebt ist und immer vollen Einsatz zeigt. So jemand ist schwer zu ersetzen.“ Andersson ist jedoch davon überzeugt, dass Grubers Abschied durch die Neuzugänge kompensiert wird.

Hochmotiviert in die Partie gegen Bremen

Am Samstag wird die Rückraumspielerin zum letzten Mal in der Rundsporthalle in den Waiblinger Dress schlüpfen. Im abschließenden Heimspiel der Saison trifft der mit dem Fünften Kirchhof punktgleiche Tabellensechste auf den SV Werder Bremen. Es geht um nichts mehr, der Drittletzte hat den Klassenverbleib geschafft. Dennoch gehen die Waiblingerinnen hochmotiviert in die Partie. „Wir wollen gewinnen und den Zuschauern ein Spiel mit der nötigen Aggressivität und Freude am Handball zeigen.“ Die Mannschaft des VfL habe es verdient, mit einem Sieg den Tabellenplatz zu behalten „und nicht wegen einiger schlechter Spiele im Februar am Ende schlechter abzuschneiden“.

Verbessern im Vergleich zur 29:35-Niederlage bei den HL Buchholz-Rosengarten, die sich damit zum Meister kürten, müsse sich die Abwehr. In der Hinrunde siegte der VfL mit 27:26. Mit im Kader sein werden Julia Schraml und erneut Lisa Kristmann aus der zweiten Mannschaft.

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