Handball Bloß nicht wieder so viele Verletzte

SV Remshalden. Hinten von links: Christian Tutsch, Markus Tögel, Alfred Deutschländer, Stefan Salmic, Trainer Henning Fröschle. Mitte: Co-Trainer Ahmet Cizmecioglu, Andreas Huber, Oliver Ruge, Fabian Juhnke, Moritz Knück, Hendrik Wiesner, Physiotherapeut Michael Zügel. Vorne: Moritz Pesch, André Toth, Armin Beller, Alexander Schurr. Es fehlt: Florian Lehrmann. Foto: Privat

Nach einer Horrorsaison mit zahlreichen schwerwiegend verletzten Spielern hoffen die Handballer der SV Remshalden diesmal auf eine Spielzeit ohne größere Ausfälle. Doch ganz ohne geht’s bei der vom Pech verfolgten SVR offenbar nicht: Für den Toptorschützen Hendrik Wiesner ist die Vorrunde gelaufen, bevor sie überhaupt angefangen hat. Grund ist eine Hand-OP.

Kein Wunder, dass Henning Fröschle mit der Vorbereitung hadert. Wiesners Ausfall „ist schon ein herber Verlust für uns“, sagt der Remshaldener Coach. Zumal es weitere Personalsorgen gibt. Der neue SVR-Spieler Moritz Knück reiste mit einem Kreuzbandriss an. Die Verletzung hatte sich der 19-Jährige in seiner letzten A-Jugend-Partie für den SV Kornwestheim zugezogen. Erst im November könne Knück wohl ins Training einsteigen, schätzt Fröschle.

In der Vorbereitung hat es auch Moritz Pesch erwischt. Der Zugang vom Baden-Württemberg-Oberligisten TSV Schmiden hat sich im Training zwei Bänder im Sprunggelenk angerissen. „Zum Rundenbeginn wird es knapp“, so der Coach. Immerhin seien die Langzeitverletzten aus der vergangenen Saison auf dem Weg der Besserung. Oliver Ruge (Mittelfußbruch, Knorpelschaden), Alexander Schurr (Kreuzbandriss) und Markus Tögel (Schulter-OP) seien aber noch nicht voll belastbar. Fröschle: „Wir gehen relativ lädiert in die Runde.“

Naheliegend wäre es, den vom TV Bittenfeld zur SVR gewechselten Ludek Drobek einzusetzen. „Das werden wir aber nicht tun.“ Denn der ehemalige Zweit- und Württembergligaakteur ist als Spielertrainer für die zweite Remshaldener Mannschaft verpflichtet worden, die in der Bezirksklasse antritt. Drobek sei nur im Notfall eine Option für die Württembergliga, also wenn sich noch ein Spieler verletzen sollte.

Aller Probleme zum Trotz hat die SVR schon oft bewiesen, dass sie Rückschläge wegstecken kann. In der vergangenen Saison spielte das nahezu ständig dezimierte Team eine gute Rolle in der Württembergliga und belegte den fünften Tabellenplatz. Diesmal sei es indes schwer, eine Prognose abzugeben, sagt Fröschle. „Wir haben uns nicht verstärkt, aber mit Steffen Lehle einen sehr großen Abgang.“ Der Keeper pausiert für ein Jahr. Sein Nachfolger Florian Lehrmann, von der LG Lauter gekommen, sei „ein Guter“. Doch müsse abgewartet werden, wie es für ihn in den Punktspielen laufe. Saisonziel sei die erste Hälfte der Tabelle. „Das ist auch realistisch. Wenn alle Spieler fit sind, kann es auch wieder unter die ersten fünf reichen.“

Fröschle will angesichts der angeschlagenen Spieler das Augenmerk darauf richten, viel zu wechseln. Auf den Positionen, aber auch die Spieler selbst. „Das hat in manchen Vorbereitungsspielen gut geklappt.“ In der Abwehr will die SVR ebenfalls variabel agieren und öfter von der 6:0- in die 3:2:1-Deckung wechseln.

Was das Training angeht, ist der Coach mit seinem Team sehr zufrieden. Alle haben gut mitgezogen.“ Am Samstag geht’s an die Praxis. Zu Gast in der Stegwiesenhalle Geradstetten ist der Aufsteiger HSG Oberkochen/Königsbronn (17 Uhr). Fröschle erwartet einen Sieg. „Wenn wir nicht hinten reinrutschen wollen, brauchen wir die Punkte in den Heimspielen.“

Trainer:
Henning Fröschle (41)

Zugänge:
Florian Lehrmann (SG Lauter), Moritz Knück (SV Salamander Kornwestheim), Moritz Pesch (TSV Schmiden)

Abgänge:
Steffen Lehle (unbekanntes Ziel), Christoph Köngeter (TSV Alfdorf), Stefan Niederer (SG Schorndorf)

Kader:

Tor:  Florian Lehrmann (23), Fabian Juhnke (20)

Rückraum: Stefan Salmic (20), Markus Tögel (26), Oliver Ruge (25), Alfred Deutschländer (25), Hendrik Wiesner (23), Andreas Huber (25), Armin Beller (22)

Außen: Alexander Schurr (26), Christian Tutsch (23), Moritz Pesch 22) Moritz Knück (19)

Kreis: Andre Toth (31)

Ligafavoriten: 
VfL Waiblingen, TV Oppenweiler

Saisonziel:
Oberes Drittel


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