Berlin Serie von Bombendrohungen an deutschen Landgerichten

In Erfurt wurden rund 30 Mitarbeiter aus dem Gerichtsgebäude gebracht. Ein Sprengstoffspürhund schlug bei der Suche nicht an. Foto: WichmannTV Foto: dpa

Berlin.
Nach einer Serie von Bombendrohungen sind am Freitagvormittag Justizgebäude in mehreren deutschen Städten vorübergehend geräumt worden. Betroffen waren Gebäude in Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken, Wiesbaden und Kiel.

In allen Fällen sei die Drohung per E-Mail eingegangen, bestätigte die Polizei. Laut Polizei Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.

Rund 200 Menschen mussten in Potsdam aus dem Justizzentrum gebracht werden. Hier wurde mit einem Sprengstoffhund das Gebäude abgesucht und der Bereich um das Gebäude abgesperrt. In Erfurt wurden rund 30 Bedienstete aus dem Gerichtsgebäude gebracht. Ein Sprengstoffspürhund schlug bei der Suche nicht an. Laut Polizei in Erfurt vom Vormittag könne die Arbeit im Gerichtsgebäude bald wieder aufgenommen werden.

Auch im Landgericht Saarbrücken wurde kein gefährlicher Gegenstand gefunden ."Jetzt läuft der Betrieb wieder ganz normal", sagte eine Sprecherin. Gebäude des Landgerichts Kiel und des Justizzentrums Wiesbaden wurden ebenfalls zeitweise geräumt.

In den vergangenen Wochen hatten bereits Bombendrohungen an anderen Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte beschäftigt. Bei keinem der Vorfälle wurden verdächtige Gegenstände gefunden.

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