Hinter der Rossmann-Filiale Erste Tankstelle für E-Autos in Kernen

Tiefbauamtsleiter Ralf Bulling, Remstalwerk-Geschäftsführerin Gabriele Laxander, Bürgermeister Stefan Altenberger und Tobias Wiegand, Technischer Leiter des Remstalwerks, präsentieren die erste E-Ladesäule auf dem Parkplatz hinter Rossmann. Foto: ZVW/Hannah Clauss

Kernen. Die Gemeinde Kernen hat am Dienstag ihre erste öffentliche E-Ladesäule in Betrieb genommen. Die Ladestation steht auf dem Parkplatz in der Talstraße hinter der Rossmann-Filiale. Elektro-Autos können ab sofort mit Ökostrom geladen werden.

Gute Nachricht für Fahrer von Elektro-Autos: Auf dem Parkplatz hinter Rossmann in Rommelshausen können die Fahrzeughalter ihre E-Autos ab sofort mit Öko-Strom versorgen. Die Ladesäule wurde am Dienstag vom Bürgermeister Stefan Altenberger in Betrieb genommen. Das Remstalwerk ist verantwortlich für die Technik und Wartung der Ladestation.

Tobias Wiegand, Technischer Leiter des Remstalwerks erklärt, wie die Ladestation funktioniert: Mit einer „Energie to go“-Ladekarte kann die E-Tankstelle freigeschaltet werden (siehe Infobox). Die Klappe der Steckdose entriegelt sich und das Ladekabel des Autos kann eingesteckt werden. Anschließend verriegelt die Ladesäule das Kabel, damit es während des Ladevorgangs nicht entfernt werden kann. Zwei Fahrzeuge können gleichzeitig aufgeladen werden.

Elektro-Autos werden mit „Grünem Strom“ aufgeladen

Betrieben wird die E-Tankstelle mit „Grünem Strom“: Die Fahrzeuge werden mit zertifiziertem Ökostrom aufgeladen. Der Parkplatz hinter Rossmann sei ein guter Standort für die E-Tankstelle, meint Gabriele Laxander, Geschäftsführerin des Remstalwerks. Die zentrale Lage und die Geschäfte in der Nähe lockten die Einwohner auf den Parkplatz. Auch die Bauarbeiten seien unkompliziert gewesen, berichtet Tiefbauamtsleiter Ralf Bulling. Die Leitungen für E-Ladesäulen oder Camping-Stellplätze wurden bereits beim Bau der neuen Parkplätze verlegt. 25 Meter Kabel verlaufen nun unter der Ladesäule, die Stromversorgung kommt aus dem Niederspannungsnetz. Stefan Altenberger hofft auf eine gute Frequentierung der Ladestation. Viele Elektrofahrer würden ihre Fahrzeuge momentan an der eigenen Steckdose zu Hause laden. Wenn die E-Tankstelle aber gut ausgelastet ist, kann er sich vorstellen, noch weitere Ladestationen an anderen Standorten zu bauen.

Noch bis Ende 2019 zahlen Benutzer der Tankstelle nur eine Grundgebühr (für Kunden des Remstalwerks 2,49 Euro monatlich, für Nichtkunden 7,49 Euro). Ab 2020 wird es dann Tarife geben, die Preise sind noch nicht bekannt. Wer seinen Kleinwagen gerade an der Ladestation hängen hat, zahlt in diesem Zeitraum außerdem keine Parkgebühren. Bürgermeister Altenberger hofft allerdings darauf, dass die Nutzer diesen Service nicht ausnutzen. „Deutschland ist so ein Regelland, ich will nicht im Vorfeld alles reglementieren“ meint er. Angaben des Remstalwerks zufolge ist ein Kleinwagen nach 20 Minuten Ladezeit im Schnitt bereits 80 Prozent aufgeladen - genau im Zeitfenster eines Einkaufs in der Ortsmitte, sagt Altenberger.


Zahlungsmethoden

Nutzer der E-Tankstelle können mit der „Energie to go“-Karte bezahlen. Die Abrechnung erfolgt quartalsweise. Die Karte kann man telefonisch 08 00/0 54 25 42 oder per Mail info@remstalwerk.de beantragen.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, über eine Ladekarte eines Ladenetz-Stadtwerkes oder einen Roamingpartner zu bezahlen.

Wer ein Smartphone besitzt, kann auch per Direktzahlung tanken. Über die App ladepay oder den QR-Code an der Ladesäule kann die gewünschte Ladedauer bestimmt werden.

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