Hirsch-Areal in Urbach Begeisterung für den Holzhirsch

Der Bauzaun ist weg. Kommende Woche bekommt der Hirsch noch „Weidefläche“. Foto: ZVW/Mathias Ellwanger

Urbach. Auch der Gemeinderat von Urbach ist begeistert von dem Holz-Hirsch, den Bürger zum 1. Mai auf das ehemalige Hirsch-Areal gestellt haben. Auch, weil damit aus der eher unglücklich gelaufenen Entwicklung eines Konzepts für das Areal am Ende doch noch ein echtes Bürgerprojekt wurde.

Selten habe eine Aktion so viel Zustimmung bekommen, meinte etwa Detlef Holzwarth (CDU). Auch er habe sich „wahnsinnig gefreut über den Gnitz“ der Hirsch-Macher. Damit hätten sie außerdem das Problem des Gemeinderats, „unsere redliche Unfähigkeit, das zustande zu bringen“, gelöst.

Gemeinderat entschied sich gegen "Gigantische Holzscheitspirale"

Womit Holzwarth auf die Vorgeschichte des Hirsch-Areals anspielte, das seit Anfang des Jahres nach dem Abriss mehrerer Gebäude bislang ungenutzt blieb. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung hatte die Verwaltung Vorschläge gesammelt und der Gemeinderat sich für eine „Gigantische Holzscheitspirale“ entschieden. Von der Idee verabschiedete sich das Gremium dann aber wegen der nicht besonders schönen, aber dafür notwendigen Absicherungsmaßnahmen. Stattdessen sollte die Fläche einen Rollrasen bekommen. Die „Hahna Cumpana“, die den Hirsch gebaut und aufgestellet haben, gaben der Geschichte nun den glücklichen Dreh, den sie verdient hat.

Das sah auch Ursula Jud (Freie Wähler) so. Die Gemeinde hätte wohl zunächst Sicherheit und Stabilität prüfen und ein Verkehrskonzept entwickeln müssen. Die Bürger wären mit dem Hirsch einfach zur Tat geschritten. „Das ist doch wunderbar und wirklich ein weiteres Highlight in Urbach.“

Sandra Bührle (Grüne) freute sich ganz besonders darüber, hatte doch ihr Fraktionskollege einen recht ähnlichen Kunst-Hirsch für das Areal vorgeschlagen. Außerdem gefiel ihr das Wortspiel mit dem Schild „Hirsch-Park-Platz“ ziemlich gut.

Hirsch bekommt eine "Weidefläche"

„Eine geniale Idee“, fand auch Siegrun Burkhardt (SPD), „und das von einer Gruppe, die uns zum 1. Mai in der Vergangenheit immer wieder überrascht hat.“

Ob der geplante Rollrasen überhaupt noch nötig sei, wollte Monika Bruckmann (Freie Wähler) schließlich wissen. Ja, der Hirsch bekommt noch eine „Weidefläche“, so die Antwort der Verwaltung, wohl aber erst Anfang kommender Woche.

Bürger-Kunstwerk soll möglichst lange erhalten bleiben

Obwohl rein rechtlich ein „Betreten verboten“-Schild genügen würde, will die Verwaltung außerdem noch eine Umzäunung es für den Hirsch anbringen – wobei der Tenor aus dem Gemeinderat war, diesen bitte so klein wie möglich zu halten.

Einig war sich das Gremium auch, dass das Bürger-Kunstwerk möglichst lange erhalten bleiben soll – und am besten genau dort, wo es jetzt steht.

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