Im ganzen Land Razzia in Bordellen

Fahndern fiel bei den Bordell-Razzien "eine deutliche Dominanz weiblicher Tatverdächtiger bei den Zuhältern" auf. Foto: dpa

Stuttgart - In 50 Bordellen, mehr als 70 Wohnungen und 3 Wohnmobilen hat die baden-württembergische Polizei am Dienstagabend nach Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution gesucht. 1000 Menschen seien überprüft worden, davon mehr als 700 Prostituierte, wie das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Es gab zehn vorläufige Festnahmen.

Die Razzia war Teil einer bundesweiten Polizeiaktion in insgesamt 13 Bundesländern. Im Einsatz waren im Südwesten Beamte der Polizeidienststellen in Esslingen, Freiburg, Friedrichshafen, Karlsruhe, Ludwigsburg, Mannheim, Reutlingen, Tuttlingen, Ulm, Villingen-Schwenningen und Waiblingen.

Die Frauen werden nach den Erfahrungen der Fahnder in ihrer Heimat angeworben, dann nach Deutschland gebracht, mit geeigneten Personaldokumenten ausgestattet und an Bordelle vermittelt.

Den Fahndern fiel laut BKA "eine deutliche Dominanz weiblicher Tatverdächtiger bei den Zuhältern und Passverleihern" auf.

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