Im Südwesten Weiter viele Tote bei Motorradunfällen

Motorradfahren: Freizeitspaß, der höchste Aufmerksamkeit im Straßenverkehr fordert. Quelle: Unbekannt

Stuttgart - Die Zahl der schweren Motorradunfälle ist in Baden-Württemberg unverändert hoch. 99 Fahrer hochmotorisierter Motorräder verloren im vergangenen Jahr auf den Straßen im Südwesten das Leben, wie die Prüforganisation Dekra am Montag in Stuttgart mitteilte. Im Jahr 2004 belief sich die Zahl zwar noch auf 137 Personen. 2008 wurden jedoch nur 95 tote Biker gezählt.

Die häufigsten Unfallursachen seien überhöhte Geschwindigkeit, Fehler beim Überholen sowie ungenügender Sicherheitsabstand. „Dass Motorradfahren einen hohen Spaßfaktor und Freizeitwert hat, ist unbestreitbar“, erklärte Dekra-Vorstandsmitglied Clemens Klinke. „Gleichzeitig sind Motorräder aber auch das mit Abstand gefährlichste Verkehrsmittel und damit die Motorradfahrer die Verkehrsteilnehmer mit dem höchsten Unfallrisiko.“

Insgesamt starben im vergangenen Jahr 535 Menschen im Straßenverkehr. Damit war jede fünfte Verkehrstote ein Biker. Am häufigsten betroffen seien die Altersgruppen zwischen 40 bis 45 Jahren sowie die Biker im Alter zwischen 21 und 25 Jahren gewesen, teilte Dekra unter Berufung auf Daten des Statistischen Landesamtes mit. Insgesamt kamen im Vorjahr 6573 motorisierte Zweiradfahrer zu Schaden (2001: 7225). Davon verletzten sich 1971 schwer (2001: 2210).

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