Interimstrainer des VfB Stuttgart So will Nico Willig den Klassenverbleib schaffen

Will mit dem VfB die Wende schaffen: Interimstrainer Nico Willig. Foto: ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Die Uhr tickt. Vier Spiele bleiben Interimstrainer Nico Willig, um den VfB Stuttgart vor dem dritten Abstieg der Vereinsgeschichte zu bewahren. Am Mittwoch hat sich der 38-jährige Fußballlehrer erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und einen Einblick in seine Denk- und Arbeitsweise gegeben. Vom Klassenverbleib mit den Schwaben ist er fest überzeugt und glaubt auch an die direkte Rettung ohne Umweg über die Relegation. 

„Ich will einen sehr aktiven Spielstil“, sagte Willig, der seit 2016 im Verein ist und zuletzt die Stuttgarter A-Jugend trainierte. „Eine ständige Angriffsbereitschaft, ein ständiges Online-Sein. Nur so schafft man es, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.“ 

Willig will "Energie und Emotionen in die Mannschaft geben"

Willigs Ziel ist klar definiert und heißt Klassenverbleib. Ob direkt oder den Umweg über die Relegation. Drei Punkte Vorsprung haben die Schwaben weiter auf den 1. FC Nürnberg, der auf dem ersten direkten Abstiegsplatz steht. Willig: „Wir sind in einem Rennen mit Nürnberg und haben einen kleinen Vorsprung. Da müssen wir jetzt Bewegung reinbringen und wieder anfangen, schneller zu laufen.“ Sechs Punkte Rückstand sind es auf den FC Schalke 04 auf Rang 15. 


  • In unsererm Podcast "Wir reden über den VfB" haben wir ausführlich über den ersten Auftritt von Interimstrainer Nico Willig gesprochen. Hier geht's zur aktuellen Folge.

Mit Blick auf das Restprogramm - Gladbach (H), Berlin (A), Wolfsburg (H) und Schalke (A) - gibt sich Willig zuversichtlich. „Ich will Energie und Emotionen in die Mannschaft geben. Wenn wir das dann auf den Platz bringen, dann schaffen wir das. Da bin ich mir sehr sicher.“ Er glaubt auch an die direkte Rettung ohne Umweg über die Relegation: "Ich glaube, mit dem Ziel, die Relegation zu sichern, gehen wir den falschen Weg."

Sehen Sie die komplette Pressekonferenz mit Nico Willig hier im Video:

 Schon in seiner ersten Einheit mit der Mannschaft am Sonntagvormittag führte der gebürtige Tübinger viele Einzelgespräche mit den Stuttgarter Profis. „Die Mannschaft steckt in einem Tal drinnen. Ich muss den Zugang zu den Spielern finden. Das ist entscheidend.“ Der Gegner bei seiner Premiere auf der VfB-Trainerbank heißt Borussia Mönchengladbach.

Sein Ziel für das Heimspiel am kommenden Samstag: „Freude, Engagement und Dynamik auf den Platz bringen.“ Willig muss die lahme VfB-Offensive (27 Tore in 30 Spielen) beleben. Dafür soll sein Team gegen die Borussia „nach vorne gehen und Druck auf Gladbach ausüben.“

"Ich sehe es als Projekt und kann meine ganze Energie reinstecken"

Willigs Engagement bei den Profis ist zeitlich bis zum Saisonende begrenzt: „Es gibt die klare Absprache, es wird bis zum Ende der Saison laufen und nicht darüber hinaus. Das ist ein klares Commitment von beiden Seiten", sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bereits am Sonntag. Eine Absprache, die auch Nico Willig entgegenkommt: „Ich sehe es als Projekt und kann meine ganze Energie reinstecken. Deswegen habe ich auch kein Problem damit. Im Gegenteil. Das kommt mir sehr gelegen.“

Als am Samstagabend nach dem historischen 0:6-Debakel die Nummer von Thomas Hitzlsperger auf seinem Display aufleuchtete, musste der ehemalige Oberliga-Spieler (92 Spiele für die TSG Balingen) nicht lange überlegen: „Wenn der Anruf kommt und mich Thomas um so etwas bittet, dann ist das eine totale Ehre. Der Verein hat mir in den letzten Jahren sehr viel gegeben und ich konnte mich sehr gut entwickeln. Jetzt kann ich auch etwas zurückgeben. Deswegen war da kein großes Nachdenken.“ 

Thomas Hitzlsperger wiederum freut sich, "dass sich Nico sofort bereiterklärt hat, zu helfen. Die ersten Eindrücke sind sehr positiv. Er bringt genau das mit und ein, was die Mannschaft jetzt braucht. Ich bin überzeugt, dass er die Truppe für die kommenden Aufgaben gut einstellen wird."

Nach der Saison wird Willig wieder die U19 übernehmen, die er an die Tabellenspitze der Bundesliga und ins Pokalfinale geführt hat. Das sei die gemeinsame Idee von ihm und Hitzlsperger gewesen, betonte er. "Ich habe mich nie danach verzehrt, so schnell es geht in diesen Profibereich reinzukommen", so Willig. Aber jetzt ist er plötzlich mittendrin - und steht vor einer immensen Herausforderung. "Aber man liebt als Trainer Herausforderungen."


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