Jahresbilanz 2018 ist positiv Reinhold Kasian bleibt Waldbahn-Chef

Mehr als zwei Millionen Euro hat die Sanierung des Laufenmühle-Viadukts gekostet – jetzt kann die Waldbahn erst mal verschnaufen. Foto: ZVW/Joachim Mogck (Archiv)

Welzheim. Zuletzt gab es bei der Waldbahn wenig Erfreuliches zu verkünden: Erst fiel die Diesellok aus, dann auch die Ersatz-Dampflok – und obendrein kam es noch zu Streckensperrungen. Jetzt erreichten den Welzheimer Gemeinderat gleich mehrere positive Nachrichten: 2018 wurde ein Jahresüberschuss erwirtschaftet. Es stehen vorerst keine größeren Sanierungen an. Und Reinhold Kasian bleibt auch künftig der Geschäftsführer.

Bekanntermaßen scheidet der altgediente Verwaltungsmitarbeiter nach 40 Jahren in der Stadtverwaltung (19 davon als Technischer Beigeordneter) Ende Juli aus. Kasian will aber nicht komplett in den Ruhestand gehen und hat seine Bereitschaft erklärt, im Rahmen eines 450-Euro-Jobs den Posten des Geschäftsführers der Schwäbischen Waldbahn auch weiterhin zu übernehmen. Die ehrenamtlich Aktiven des Fördervereins Welzheimer Bahn freut’s – und auch bei der Verwaltung und im Gemeinderat stieß diese Bereitschaft auf Zustimmung. Das ist die erste positive Nachricht.

Zwar ist Reinhold Kasian als Technischer Beigeordneter noch offiziell im Amt, seit drei Wochen aber nicht mehr im Dienst. Zur Vorstellung des Jahresabschlusses 2018 und der Finanzplanung für das laufende Jahr war er dann am Dienstagabend noch einmal in den Gemeinderat geladen.

Vorerst sind keine weiteren Sanierungsmaßnahmen geplant

Und wenn 2019 bislang für die Waldbahn eher holprig verlief, so gibt es doch noch zwei weitere positive Nachrichten, die er als Geschäftsführer verkünden durfte.

Das ist zum einen der Jahresüberschuss in Höhe von rund 647 000 Euro (im Vorjahr betrug der Überschuss rund 253 000 Euro). Das positive Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung erklärt sich durch eine Rückstellung für die Sanierung des Laufenmühle-Viadukts in Höhe von 700 000 Euro. Ohne diese Summe ergäbe sich indes ein Fehlbetrag von rund 67 000 Euro.

Die bis 2023 weiter zu erwartenden Fehlerträge können aber durch das bestehende Eigenkapital in Höhe von rund 306 000 Euro gedeckt werden.

Dritte positive Nachricht: Die Sanierung des Laufenmühle-Viadukts ist abgeschlossen – und für die kommenden Jahre stehen vorerst keine vergleichbaren Aufgaben an. Insgesamt rund 2,2 Millionen Euro hat die Sanierung des Viadukts gekostet.

Die Schlussabrechnung für die Sanierung steht noch aus

Im vergangenen Jahr beliefen sich die Aufwendungen dafür auf rund 247 000 Euro. Der Großteil davon wurde über Fördermittel des Kreises (100 000 Euro) und des Landes (99 000 Euro) finanziert.

Kleiner Wermutstropfen: Die Schlussabrechnung für die Sanierung steht noch aus. Die GmbH rechnet mit Kosten in Höhe von rund 300 000 Euro.

In den kommenden Jahren kann die Waldbahn bei den anstehenden Sanierungen aber erst einmal eine Verschnaufpause einlegen. Voraussichtlich ab 2023 stehen dann die Pfeiler des Strümpfelbachtal-Viadukts (geschätzte Kosten: 350 000 Euro) sowie Unterhaltungsmaßnahmen am Igelsbach-Viadukt in Höhe von rund 200 000 Euro an.

Die Zeit bis dahin will die GmbH nutzen, um die Finanzierung der Maßnahmen zu klären.


Fahrtage

Die nächsten Dampffahrtage mit der Schwäbischen Waldbahn sind jeweils sonntags am 7., 21. und 28. Juli. Und dann wieder am Sonntag, 15., Samstag, 21., Sonntag, 22. September

Die Diesellok fährt wieder am Sonntag, 14. Juli, und dann am Sonntag, 8., sowie Sonntag, 29. September.

Weitere Informationen und der gesamte Fahrplan online unter www.schwaebische-waldbahn.de

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