Jugendfeuerwehr Schornbach Das "epische" Video zur 25 Stunden-Feuerwehrübung

Schorndorf-Schornbach. Als „episch“ hat die Schornbacher Jugendfeuerwehr in einer Videobotschaft ihre 25 Stunden-Übung angepriesen, mit der sie von Samstagvormittag, 10 Uhr, bis Sonntag, 11 Uhr, ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Aber nicht allein, sondern mit elf anderen Jugendfeuerwehren, die sich ihrerseits mit einem kurzen Video um die Teilnahme bewerben mussten.

Letztendlich hat’s genau gepasst: Die elf Jugendfeuerwehren, die sich beworben haben – darunter die aus Kirchen an der Donau, aus Sindelfingen und aus Rutesheim und der größere Rest aus der nahen Umgebung – machen genau das Dutzend Teilnehmer voll, dass sich die Schornbacher für ihre Jubiläums-Übung vorgestellt haben. Eine Übung, die auch von der Bevölkerung nicht unbemerkt bleiben dürfte. Schließlich rücken die zwölf Jugendfeuerwehren – teils einzeln, teils im Zweier- oder im Dreierpack – am Samstag und bis in die Sonntagnacht hinein immer wieder zu konstruierten Einsätzen aus, um zu zeigen, was sie gelernt haben und was zu leisten sie imstande sind.

Mehrere Einsätze für jede Gruppe

Das akustische Signal freilich, versichert der ehemalige Jugendgruppenleiter Jochen Rapp, der bei der Übung als einer von mehreren Betreuern fungiert, wird zumindest innerorts nicht zum Einsatz kommen – wäre auch viel bei insgesamt 73 Einsätzen, die im Rahmen der Übung gefahren werden. Jede Gruppe, so ist’s geplant, wird sechs bis sieben Mal zu einem Einsatz gerufen, wobei die Alarmierung jeweils über einen Buzzer erfolgt, wie man ihn aus dem Biergarten kennt, wenn man auf sein Essen wartet. Sobald der vibriert, heißt es, die Feuerwehrklamotten anziehen, sich ins jeweilige Gruppenfahrzeug zu setzen – und los geht’s. Wohin? Irgendwohin im Raum Schorndorf (bis zum Holzberg) und Berglen (bis zur AVB in Kottweil) auf die jeweilige(n) Gruppe(n), die aus sieben Nachwuchsfeuerwehrleuten im Alter von zehn bis 17 Jahren, einem Truppführer und einem Fahrer bestehen, mehr oder weniger anspruchsvolle Aufgaben zu lösen haben. Das Spektrum reicht von einem brennenden Mülleimer bis zum Gebäudebrand und von der Rettung eines in einer Dole festsitzenden Hundes bis zum Verkehrsunfall.

Jochen Rapp ist überzeugt, dass die Jugendfeuerwehrler – Achtung: Kalauer – mit Feuereifer bei der Sache sein werden und dass so eine 25 Stunden-Übung genau das ist, was zu ihrem Jubiläum nicht nur die Schornbacher, sondern auch ihre auswärtigen Gäste gut finden. Zumal die Kinder und Jugendlichen allesamt in der Brühlhalle untergebracht sind, wo sie, wenn sie nicht gerade zum Einsatz gerufen werden, campieren und auch verpflegt werden. In diesem Fall vom Gasthaus „Lamm“, das aber nur einer von mehreren Sponsoren ist, die es laut Jochen Rapp braucht, um so eine Übung durchführen zu können.

Abschlussübung auf freiem Feld

Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Sonntag sollen, so hofft Rapp zumindest, die Jugendfeuerwehrler dann in der Brühlhalle zur Ruhe kommen und dann bis zum Frühstück auch nicht mehr gestört werden. Was auch gut ist, wartet am Sonntag um 9 Uhr doch noch eine spektakuläre Abschlussübung auf die insgesamt zwölf Jugendfeuerwehren. Was genau den Feuerwehrnachwuchs – und die Zuschauer, die dazu aufs freie Feld am Schornbacher Ortsrand vor der Firma Swoboda (ehemals Hartmann) eingeladen sind – erwartet, will Jochen Rapp noch nicht verraten, aber wie gesagt: Spektakulär soll’s auf jeden Fall werden – oder eben auch episch.

Jeder will gefördert werden

24 Kinder und Jugendliche tummeln sich derzeit in der Schornbacher Jugendfeuerwehr. Und weil die natürlich bei so einem Ereignis allesamt dabei sein wollen, sind im Vorfeld verschiedene Schichten gebildet worden. „Schließlich will jeder gefördert und an seiner Ehre gepackt werden“, sagt Jochen Rapp und berichtet, dass alljährlich im Durchschnitt zwei jungen Feuerwehrleute zur aktiven Wehr aufrücken. Was über die Jahre hinweg dazu geführt hat, dass 90 Prozent derer, die heute die aktive Schornbacher Wehr bilden, aus der eigenen Jugendfeuerwehr kommen. Weshalb Rapp auch von der Feuerwehr als „Mehrgenerationenhaus“ spricht

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