Kaderplanung beim VfB Stuttgart Donis-Verbleib wird wahrscheinlicher

Geht er oder bleibt er? VfB-Angreifer Anastasios Donis. Foto: ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Wenig Schlaf, viel Kaffee und zahlreiche Telefonate: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hat aktuell alle Hände voll zu tun. Bis zum 2. September ist der Transfermarkt in Deutschland noch geöffnet. Und nach den schweren Knie-Verletzungen von Stürmer Sasa Kalajdzic und Abwehrspieler Marcin Kaminski werden sich auch die Schwaben noch einmal umschauen.

Ein möglicher Ersatz für Kaminski, der Wolfsburger Innenverteidiger Felix Udohkai, hat wohl schon abgewunken. Laut dem kicker will der 21-Jährige in der Bundesliga bleiben. Zudem will der VfL den deutschen U-21-Nationalspieler nur verkaufen, der VfB wollte aber ein Leihgeschäft. Auch Hauke Wahl, Kapitän von Tim Walters Ex-Club Holstein Kiel, wird nicht ins Schwabenland wechseln.

Auch Eigengewächs Aidonis ist eine Option

„Die Mannschaft hat mich letzte Woche zum Kapitän gemacht, das wäre charakterlich ganz schwach, wenn ich jetzt abhauen würde“, sagte er nach dem Auftaktspiel gegen den SV Sandhausen (1:1). Am Mittwoch verlängerte der 25-Jährige seinen Vertrag in Kiel vorzeitig. Sven Mislintat muss also weiter suchen. Weitere Kandidaten sind Kevin Akpoguma (24/TSG Hoffenheim), Lukas Mühl (22/1. FC Nürnberg) und Lars Lukas Mai (19 / FC Bayern München II). Eine Option ist auch Eigengewächs Antonis Aidonis. Der Deutsch-Grieche absolvierte Teile der Vorbereitung bei den Profis, trainiert und spielt aber aktuell in der zweiten Mannschaft.

Doch nicht nur mit potentiellen Neuzugängen muss sich Sven Mislintat beschäftigen, sondern auch mit einem wechselwilligen Spieler im Stuttgarter Kader. So hat sich die Situation von Anastasios Donis mit dem Abgang von Chadrac Akolo (zu Amiens SC) verändert. Für den Griechen gebe es „im Moment keine Angebote“, so Sven Mislintat gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Ein Verbleib in Stuttgart wird also wahrscheinlicher.

Mislintat: „Man muss jetzt irgendwann überlegen, ob man das überhaupt noch gewährt. Ich glaube schon, dass er, wenn er hier bleibt, auch einen extremen Wert für die Mannschaft haben kann.“ Donis war zuletzt immer wieder mit Spartak Moskau in Verbindung gebracht worden. Zu einem Transfer kam es allerdings nicht. Am Mittwoch holten die Russen stattdessen den Dortmunder Flügelspieler Andre Schürrle. 

Über 60 Millionen Transfereinnahmen für drei Abwehrspieler

Auch die Mittelfeldspieler Orel Mangala und Santiago Ascacibar werden heiß umworben. Am Ende bleibt es, wie so häufig im Zirkus Profifußball, eine Frage des Geldes. Aber die Schmerzgrenze ist hoch. Der VfB muss aus finanzieller Sicht keinen Spieler abgeben, was Mislintats Verhandlungsposition stärkt.

Alleine die Transfers von Ozan Kabak (15 Millionen Euro zum FC Schalke), Benjamin Pavard (für 35 Millionen Euro zum FC Bayern München) und Timo Baumgartl (für 12 Millionen Euro zur PSV Eindhoven) haben 62 Millionen Euro in die Clubkasse gespült. Dennoch muss der Stuttgarter Sportdirektor für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Und sollte doch noch ein Verein eine astronomische Summe für Donis, Mangala oder Ascacibar auf den Tisch legen, muss Mislintat einen Plan B in der Hinterhand haben.


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