Kaisersbach / Alfdorf Sandlandfest als Kraftakt für den Verein

Kaisersbach/Alfdorf. Auch wenn es jedes Jahr eine neue Herausforderung ist: Keiner möchte das Sandlandfest, mittlerweile eine dreitägige Großveranstaltung, missen. Beim Veranstalter, dem Ski- und Wanderclub Cronhütte waren an diesem Wochenende praktisch alle auf den Beinen. Und immer wieder gibt es Änderungen: Statt des Beach-Events wurde in diesem Jahr zum ersten Mal eine 80er/90er-Jahre-Party angeboten.

Seit dem Gründungsjahr 1979 organisiert der SWC das Sommerfest. Es feiert also dieses Jahr, wie der Verein, sein 40-jähriges Bestehen. In den Anfangsjahren war allerdings das Fest des Gesangsvereins die bedeutendste Veranstaltung im Sandland. In all den Jahren hat sich das Fest immer wieder verändert, wie Bart Schuringa, Vorsitzender des Vereins, erzählt.

Schon beim dritten Mal ging das Fest über zwei Tage, und zwar am Samstagabend mit Unterhaltungsmusik. Am Sonntag stand und steht die Familie im Mittelpunkt mit Frühschoppen und Salzkuchen. Zum Mittagstisch gab es Spanferkel und am Nachmittag den Hammellauf als Höhepunkt. Diese Tradition hat sich übrigens lange gehalten. Im Jahr 2005 war der bislang letzte Hammellauf im Sandland.

In den 90ern und mit der Gründung des Teams Sandland wurde dem Programm am Samstag ein Hobby-Fußballturnier hinzugefügt aus dem der Sandland-Cup entstanden ist. Die Mannschaften werden durch die Ortschaften des Sandlandes gestellt.

Der Freitagabend ist vor allem für das jüngere Publikum

Seit der Jahrtausendwende geht das Fest drei Tage. Der Freitagabend fokussierte sich bisher sehr erfolgreich auf ein jüngeres Publikum. Die jüngeren Vereinsmitglieder sind maßgeblich und mit großem Engagement an der Organisation dieses Abends beteiligt.

„Wir versuchen das Programm immer so zu gestalten, dass es ein breites Publikum anspricht. Dabei wollen wir unsere Verbundenheit mit dem Sandland zum Ausdruck bringen. So begrüßen wir auch dieses Jahr, wie etwa alle zwei Jahre, die Kirchengemeinde zum Gottesdienst im Zelt“, sagt Bart Schuringa.

In diesem Jahr gab es keine Beach-Party mehr, der Veranstalter setzt neue Schwerpunkte. Der Verein hat nicht nur das Motto des Freitags geändert. Mit dem „Stetze“-Cup am Sonntag hatte er dieses Jahr zum ersten Mal zwei Fußball-Turniere an einem Wochenende. Das Fest habe sich immer wieder geändert. Vorstand Schuringa: „Wir denken, dass wir mit den Neuerungen ein Motto gefunden haben, das zeitgemäß ist und ein breites Publikum anspricht.“

In jedem Fall ist so ein dreitägiges Fest ein Kraftakt. Nach dem Fest ist vor dem Fest, denn die ersten Vorbereitungen und Reservierungen sind frühzeitig nötig.

Die Vorbereitungen für 2020 haben mit ersten Überlegungen zur Planung bereits angefangen. Unmittelbar nach dem Fest werden dann die ersten Reservierungen gemacht. Wie viele Leute beteiligt sind oder wie viele Stunden genau geleistet werden lässt sich gar nicht genau beziffern. Alleine an den drei Festtagen hat der Verein mehr als 150 Einteilungen und mehr als 1000 Stunden. Abgesehen davon sind in den Wochen zum Fest unzählige Leute beteiligt an den Vorbereitungen.

Im Grunde genommen ist fast der ganze Verein eingespannt. Von den Jüngsten, die Geschirr einsammeln, bis zur eine Gruppe Senioren, die den Kartoffelsalat machen. „Man kann sich als Vereinsführung um dieses Engagement nur glücklich schätzen“, lobt der Vorsitzende den Einsatz seiner Mitglieder.

Dabei fließt viel Erfahrung aus den letzten 40 Jahren mit ein, denn so eine Veranstaltung will nicht nur organisiert sein, es ist auch genügend Fingerspitzengefühl einerseits und Autorität andererseits nötig, dass die Feier nicht aus dem Ruder läuft. Bart Schuringa dazu: „Wir haben mittlerweile 40 Jahre Erfahrung. Viele Aufgaben werden durch fast eingeschworene Teams routiniert erledigt.“ Das funktioniert, weil es bei den Mitgliedern eine große Verbundenheit mit dem Sandland gibt. „Wo möglich, setzen wir auf die qualitativ hochwertige Ware aus dem Sandland.“ Das Fest ist ein Event, an dem viele Leute beteiligt sind. Gleichzeitig trifft man sich beim Fest und das stärkt die Verbundenheit. „Das Ausmaß an Einsatz von Mensch und Maschine ist etwas Einzigartiges“, so der Vorstand.

Der Ausschuss macht einen hervorragenden Job

Gleichzeitig wird versucht, immer wieder neue Leute an einzelne Aufgaben heranzuführen, um die Kontinuität zu gewährleisten. Der Ausschuss, der die Einteilungen plant, macht an dieser Stelle schon seit Jahren einen hervorragenden Job.

Außerdem versucht der Verein, die vorhandene Infrastruktur so gut wie möglich zu nutzen. Der Freitag konnte Anfang des Jahrhunderts als Veranstaltungstag hinzugefügt werden, weil das Zelt ohnehin schon stand. „Heute wollen wir auf dem Freitag nicht mehr verzichten“, freut sich Schuringa über die gute Resonanz.

Beim „Stetze“-Cup ist es im Grunde genommen anders. Das Turnier wurde bisher in September ausgetragen. Am Fest ist alles Nötige mehr oder weniger bereits vorhanden. „So können wir den Teilnehmern ein schöneres Event bieten und haben als Verein insgesamt weniger Aufwand.“

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