Kaisersbach Schwaben Park: Neue Achterbahn im Sommer

So soll die neue Achterbahn aussehen. Foto: Schwaben Park

Kaisersbach. Freie Fahrt im Zick-Zack-Kurs: Mit „Wilde Hilde“ holt sich der Schwaben Park eine weltweit einmalige Achterbahn nach Kaisersbach. Im Sommer soll die neue Attraktion eröffnet werden. Schon ab dem Saisonstart im März soll es außerdem zwei neue Attraktionen speziell für Autofreunde geben.

Video: Die Animation zeigt die Fahrt auf der Wilden Hilde.

Zwischen 1,2  und 1,3 Millionen Euro lassen sich die Geschäftsführer Thomas und Guido Hudelmaier die "Wilde Hilde" kosten. Die Achterbahn ist ein Prototyp und steht so bislang in keinem anderen Freizeitpark. Das Besondere an der neuen Attraktion ist der Schienenaufbau. Den Besuchern wird nicht das typische Auf und Ab einer gewöhnlichen Achterbahn geboten. Stattdessen ist die rund 25 Meter hohe Bahn einer Murmelbahn nachempfunden. Die Gondeln sind nicht auf sondern seitlich an den Schienen befestigt. „Durch kleinere Freifall-Elemente, Abbremsen und die Richtungswechsel schwingen sie dabei hin und her“, erklärt Marcel Bender, Pressesprecher des Schwaben Parks.

Auch wenn es theoretisch möglich wäre, überschlagen sich die Gondeln dabei nicht. Der Park will mit der neuen Attraktion keine "Thrill-Fans" anlocken, sondern der Zielgruppe - Familien mit Kindern - ein weiteres Highlight bieten. Wenn der TÜV es zulässt, sollen bereits Kinder ab vier Jahren in Begleitung mit der Wilden Hilde herumsausen können.

Öffnung zu den Sommerferien denkbar

Im Sommer soll die Attraktion eröffnen, auf einen genauen Termin will sich der Schwaben Park aber nicht festnageln lassen. "Solche Prototypen können leicht Kinderkrankheiten aufweisen. Deshalb lässt sich das schwer sagen", sagt Bender. Wie alle Fahrgeschäfte muss der TÜV sie zunächst freigeben. "Wir wollen keinen Termin nennen, den wir dann nicht einhalten können." Man hoffe aber, dass die Achterbahn bereits zu den Sommerferien öffnen kann.

Im Park wird sie neben der Achterbahn Force One aufgebaut. Das dort stehende Hüpfkissen muss dafür weichen. "Wenn man dann in Richtung Park fährt, kann man beide großen Achterbahn schon von der Straße aus sehen", sagt Bender. Vier Personen passen Rücken an Rücken in eine Gondel. Insgesamt werden die drei Gondeln im 40-Sekundentakt auf die 100 Meter lange Strecke gelassen. So kann der Park bis zu 360 Personen pro Stunde befördern.

Park investiert insgesamt zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro

Die "Wilde Hilde" ist aber nicht die einzige Neuerung für 2018. Zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro wird der Park insgesamt investieren. Die 20 Jahre alte Wildwasserbahn wird generalüberholt. Die Strecke wird um etwa fünf bis sechs Meter verlängert, der Wartebereich einem Sägewerk nachempfunden umgestaltet. Dafür hat sich der Schwaben Park die Firma Stihl als Kooperationspartner ins Boot geholt. "Um die Wartezeit zu überbrücken, können die Besucher nun auch etwas lernen", erklärt Bender. Im neu gestalteten Wartebereich werden Exponate zur Geschichte der Holzarbeit ausgestellt sein. Ein eigener Soundtrack soll für Atmosphäre sorgen.

Zwei Attraktionen für Autofreunde

Die Oldtimerbahn, eine der ältesten Attraktionen im Park, hat ausgedient. Die Besucher müssen dennoch nicht auf die Fahrt verzichten. Der Schwaben Park will eine andere rund 30 Jahre alte Bahn an derselben Stelle aufbauen. Sie ist nicht nur größer sondern auch interaktiver. Die schienengeführten Fahrzeuge sind nun lenkbar. Sie können natürlich nicht von den Schienen abkommen, können aber mit Bewegung des Lenkrades hin und her bewegt werden. Dasselbe gilt auch für die neue Attraktion "Anno 1950". Hier fahren Besucher mit amerikanischen Sportflitzern auf einer Rundfahrt. Für Anno 1950 muss die beliebte Go-Kart-Strecke weichen. „Wir waren einer der wenigen Parks, die den Besuchern noch Kartfahren ohne Aufpreis angeboten haben. Allerdings hat der TÜV immer nur je fünf Karts auf der Strecke zugelassen“, erklärt Bender. In der Folge sei es zu langen Wartezeiten von über einer Stunde gekommen. "Die Karts müssen also aus Kapazitätsgründen weichen".

Die Traktorbahn bekommt einen neuen Bahnhof, an anderen Fahrgeschäften werden kleinere Renovierungsarbeiten vorgenommen. Sehen können die Besucher das ab dem 24. März zum Beginn der neuen Saison.


Wilde Hilde - der total verrückte Hühnerstall

"Wilde Hilde" wird von der Firma Ride Engineers Switzerland (RES) entwickelt und gebaut. Die neue Achterbahn soll das Aushängeschild des Unternehmens werden. 

In der kommenden Saison müssen sich Besucher auf eine Anpassung der Eintrittspreise einstellen: Tagestickets werden einen Euro teurer, der Preis für Jahreskarten wird um zwei Euro angehoben. Tageskarte: Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 21,50 Euro; Kinder von vier bis elf: 18,50 Euro; Jahreskarte: Kinder ab zwölf Jahren und Erwachsene: 53 Euro; Kinder bis elf Jahre: 48 Euro. Noch bis zum 14. Januar gibt es aber online vergünstigte Tickets.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schwabenpark.de

 

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