Kernen Nach der Wahl: Zoff zwischen Ratsfraktionen

Luftbild Kernen-Rommelshausen. Foto: ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Kernen. Der Kommunalwahlkampf ist zwar vorbei, doch jetzt gibt es Zoff – und zwar zwischen der CDU und dem Parteifreien Bündnis (PFB) in Kernen. Die Union wirft den politischen Kontrahenten in einer Mitteilung auf ihrer Homepage Populismus und die Verbreitung von Fake News vor.

„Die Behauptung des PFB, die anderen Parteien im Gemeinderat erhielten für den Wahlkampf Steuermittel oder andere Unterstützung, ist schlichtweg falsch!“, heißt es in der Stellungnahme des Kernener CDU-Vorsitzenden Andreas Niederle. Das PFB hatte im aktuellen Mitteilungsblatt um Spenden gebeten und in diesem Zusammenhang geschrieben: „Das PFB musste seinen Wahlkampf komplett alleine finanzieren, wir bekommen keine Steuergelder oder sonstige Unterstützung wie die in unserem Gemeinderat vertretenen Parteien.“

In ihrer Stellungnahme, die auch in den sozialen Medien geteilt wurde, entgegnet die CDU: „Das genaue Gegenteil der PFB-Fake-News ist wahr: Die CDU Kernen erhält keinerlei finanzielle oder personelle Unterstützung für den Kommunalwahlkampf, erst recht keine Steuermittel.“ Vielmehr sei der Wahlkampf der CDU „ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert“ worden, schreibt Niederle: „Während der Legislaturperiode des Gemeinderats legen wir bei der CDU Kernen regelmäßig Mittel aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen zurück, um im nächsten Wahlkampf wieder handlungsfähig zu sein.“

Angespanntes Verhältnis

Dass zwischen der CDU und dem PFB im Kernener Gemeinderat ein angespanntes Verhältnis herrscht, ist nichts Neues. Immer wieder kommt es zwischen PFB-Chef Ebbe Kögel und CDU-Fraktionssprecher Andreas Wersch, die sich freilich schon seit Jahrzehnten kennen, zu mehr oder weniger ernst gemeinten Sticheleien im Gremium. Ungewöhnlich scharf kritisiert hatte Andreas Wersch, Sprecher der CDU-Fraktion, Kögel allerdings im ZVW-Gespräch vor der Kommunalwahl: „Die stille sachbezogene Arbeit ist ja nicht so akzeptiert. Man nimmt schon gern die Polterer wahr“, sagte der Lehrer im März an die Adresse des Bademeisters. Schon damals warf Wersch dem PFB-Chef vor, bewusst auch mit falschen Zahlen zu operieren.

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