Kernen-Rommelshausen Parkplatzsituation in der Kelterstraße sorgt für Ärger

Von seinem Balkon aus hat Jürgen Schmidt die Parksituation in der Kelterstraße im Blick. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Kernen-Rommelshausen. Verschwendeter Platz bei der Einzeichnung der Parkflächen, Falschparker überall, Schlaglöcher und noch mehr – die Liste ist lang. Der Rommelshausener Jürgen Schmidt wohnt an der Kelterstraße, deren Parkplatzsituation er bereits seit fünf Jahren bei der Gemeinde Kernen bemängelt. Manches hat er schon erreicht, wiederum andere Vorschläge lehnt die Gemeinde ab.

Die Straßen rund um das Stadion in der Kelterstraße sind bei Fußballspielen am Wochenende voll. Seit Jahren dokumentiert Jürgen Schmidt das Parkchaos akribisch. Bilder, die er gemacht hat, zeigen: Autos stehen im Parkverbot und gegen die Fahrtrichtung geparkt. Auch Wohnmobile reihen sich ein und versperren bei Gegenverkehr die Sicht.

Von seinem Balkon aus hat Schmidt einen tollen Blick auf die Weinberge und auf den Kappelberg. Schön – wären da nicht die schräg angelegten Parkplätze direkt vor seiner Haustür, die den 69-jährigen Rentner in den Wahnsinn treiben. Im vergangenen Jahr entschied sich die Gemeinde dazu, die Parkplätze statt gerade schräg anlegen zu lassen. Zu oft hatten Autofahrer beim Wenden Probleme wegen der Autos, die direkt hinter ihnen am Straßenrand parkten. Zwei Auffahrunfälle dokumentierte Schmidt.

Zwei Verbesserungsvorschläge für die Parkplatzsituation

Doch optimal sei die Parkfläche noch immer nicht: Auch wenn das Ausparken durch die schrägen Parkplätze nun besser möglich ist, müssen die Autofahrer bei Vollbesetzung des Parkplatzes erst in Richtung Alte Kelter fahren und dort drehen, um dann zurück in Richtung Ortskern zu fahren. An beiden Seiten gibt es zur Baumbepflanzung hin nun außerdem Flächen, auf denen Autos nicht parken können. Höchstens Motorräder passen dort hin. An einigen Stellen sinkt der Asphalt ab, hier sammelt sich das Regenwasser. Schmidt hat zwei Verbesserungsvorschläge für die Parkplätze parat. Erstens: ein Parkverbot am gegenüberliegenden Straßenrand in der Höhe der Parkplätze. Marianne Rapp, Leiterin des Ordnungsamts, sagt dazu: „Das macht keinen Sinn.“ Dass das Parkverbot ein paar Meter weiter in Richtung Ortskern beginne, liege daran, dass Einschermöglichkeiten bei Gegenverkehr gegeben sein müssen.

Oder zweitens: Der Zaun des Stadions könne um rund fünf Meter nach hinten versetzt werden. So könnten auf der entstehenden Fläche zusätzliche Parkplätze entstehen. Ob solch eine Möglichkeit bestehe, müsse geprüft werden, sagt Ralf Bulling vom Tiefbauamt.

Schuld seien auch die Autofahrer

Eine Metallstange hindert die Autos daran, zu nah an den Zaun heranzufahren. Dadurch blockieren die Autos teilweise den Gehweg, bemängelt Schmidt. Ähnliche Metallbügel, die vor den Bäumen auf manchen Parkplätzen angebracht waren, entfernte die Gemeinde bereits auf sein Drängen hin.

Die Schuld an dem Parkchaos sieht Schmidt auch bei den Autofahrern. „Das ist Egoismus pur“, sagt er. Doch die Gemeinde müsse Voraussetzungen schaffen, damit die Autofahrer vernünftig parken können.

Er hat das Wort des Bürgermeisters

„Die Kelterstraße soll nachgebessert werden“, sagt Marianne Rapp. Immer wieder werden Schlaglöcher bereits gestopft. Im kommenden Jahr soll nun aber die Planung für eine größere Nachbesserung beginnen, ergänzt ihr Kollege vom Tiefbauamt, Ralf Bulling. In drei bis vier Jahren sei mit dem Bau zu rechnen.

Jürgen Schmidt ist gespannt. Während des Bürgermeisterwahlkampfs habe er mit Stefan Altenberger in seiner Bürgersprechstunde auf dem Marktplatz gesprochen. Dieser habe ihm versichert, die Gemeinde würde sich um seine Anliegen kümmern. Nun ist Altenberger aber nicht mehr lange Chef im Rathaus, Benedikt Paulowitsch wird voraussichtlich am 15. November sein Amt antreten. „Wie es jetzt weitergeht, weiß ich nicht“, sagt Schmidt. „Ich fühle mich nicht für voll genommen.“

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