Kernen-Stetten Gutachten verwechselt: Schlosspark nahezu frei von Arsen

Reinhold Zerrer von der Gartenbaufirma Link. Foto: Steinke / ZVW

Kernen-Stetten. Ein verwechseltes Gutachten hat in der Gemeinde Kernen für Verwirrung gesorgt: Landschaftsarchitekt Peter Neher sprach kürzlich bei einer Baustellenführung im Schlosspark von „leicht arsenbelasteter Erde“. Jetzt stellte sich laut Gutachten heraus: Das Erdmaterial ist praktisch frei von Arsen. Das teilte die Gemeinde Kernen mit.

Der Architekt habe das Gutachten verwechselt, teilt die Gemeinde Kernen in ihrem Pressebericht mit. Laut Bürgermeister Stefan Altenberger und dem Beigeordneten Peter Mauch bestehe nach wie vor kein Grund zur Besorgnis.

Zwar sei in der Erde des Schlossparks Arsen natürlichen Ursprungs gefunden worden, jedoch seien die zulässigen Grenzwerte nur minimal überschritten. Ein jetzt vorliegendes Bodengutachten offenbare sogar: Die Werte sind noch niedriger als vorher angenommen. Der Planer habe die Kernener Werte mit Werten einer Gemeinde in der Schwäbischen Alb verwechselt.

Weitere chemische Stoffe gefunden

Was das Kernener Gutachten nun aber zutage förderte, sind leicht erhöhte PAK-Werte (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe). Diese chemischen Stoffe resultieren laut Pressemitteilung aus Rückständen von verbranntem Holz und Holzkohlen, die dort in früheren Zeiten offenbar entsorgt worden sind. Doch Fakt sei: Die PAK-Werte gelten als unbedenklich und dürfen für Gestaltungsmaßnahmen ins Erdreich eingebracht werden.

Rest soll entsorgt werden

Da der Erdhügel, der rund 500 Kubikmeter umfasst, nicht für die weitere Modellierung des Parks benötigt werde, werde der Rest fachgerecht entsorgt.

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