Kernen/Weinstadt Gefährlicher Radüberweg: Ampel kommt

Der Radweg zwischen Stetten und Endersbach führt über die vielbefahrene Landesstraße L1201. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Kernen/Weinstadt.
Seit Jahren hat sich die Stettener Mutter Tanya Kasa für eine Ampel eingesetzt, die eine Querung der Landesstraße an der Seemühle für Radfahrer und Fußgänger sicherer macht. Der Weg wird auch von Kindern aus Kernen genutzt, die in Endersbach zur Schule gehen. Mit ihrer Initiative Sicherer Schulweg sammelte Kasa Unterschriften, demonstrierte gar mit Transparenten am Überweg. Nun hat Kasa ihr Ziel fast erreicht: In einer gemeinsamen Pressemitteilung verkünden das Landratsamt Rems-Murr-Kreis und die Stadt Weinstadt, dass die Ampel an der Landesstraße zwischen Endersbach und Strümpfelbach eingerichtet werden soll. „Ich freue mich riesig für alle, die in Zukunft da drüber müssen“, sagte Tanya Kasa unserer Zeitung am Donnerstag. Es sei „schön, dass jetzt für Sicherheit gesorgt wird“.

In der Pressemitteilung aus Waiblingen und Weinstadt heißt es, die Stadt Weinstadt habe sich „nach intensiver Erörterung der Sachlage“ mit dem Kreis und dem Regierungspräsidium dazu entschlossen, „die Einrichtung anzuordnen“. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte bereits im Oktober 2019 unserer Zeitung gegenüber gesagt, es halte eine Bedarfsampel für die richtige Lösung. In der aktuellen Pressemitteilung ist vom „besonders schützenswerten Personenkreis der Schüler“ die Rede, der „als notwendige Rechtfertigung für diese verkehrsrechtliche Anordnung“ angeführt wird. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – die Vorverlegung des Verkehrsschildes mit dem „Gefahrzeichen Radfahrer“ um etwa 50 Meter sowie die Aufbringung eines Fahrradpiktogramms auf die Fahrbahn und die Versetzung der mit Reflektoren versehenen Leitpfosten auf die Höhe der Querung – hätten nach Ansicht der Behörde die Gefahrenlage nicht entschärft.

Zeitpunkt steht noch nicht fest

Nach der Anordnung durch die Stadt Weinstadt übernimmt nun das Landratsamt als zuständige Straßenbaubehörde die Machbarkeitsprüfung sowie die Aufstellung der Ampel. Zunächst werde der optimale Standort für die Querung ermittelt. Dann erfolge die weitere Planung. Sowohl für den Bau der Querung als auch für die Stromversorgung wird laut Landratsamt voraussichtlich Grunderwerb notwendig, der mit den Eigentümern verhandelt werden muss. „Eine belastbare Aussage, bis wann die Bedarfsampel tatsächlich umgesetzt sein wird, ist daher im Moment noch nicht möglich“, heißt es in der Pressemitteilung.

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