Kirchberg an der Murr Holzstapel brennt: Polizei hält Brandstiftung für möglich

Symbolbild. Foto: pixabay (CC0 Public Domain)

Kirchberg an der Murr.
Ein brennender Holzstapel ist einem Passanten am Mittwochabend gegen 21.15 Uhr in Kirchberg an der Murr aufgefallen. Der Stapel befand sich direkt an einer Hausfassade in einem Carport. Der Zeuge alarmierte sofort den Hausbewohner, der das Feuer selbst löschen konnte. An der Fassade entstand laut Polizei ein Schaden in Höhe von circa 1500 Euro. Die Polizei hält Brandstiftung für möglich; die Ermittlungen laufen. Wer zu diesem Vorfall in der Hauptstraße in Kirchberg an der Murr Hinweise geben kann, sollte sich unter der Telefonnummer 07151/950-0 bei der Polizei melden.

Ein brennender Holzstapel: Der Fall weckt Erinnerungen an eine Serie von Bränden dieser Art. Gut ein Jahr ist es bereits her, als ein 38-jähriger Deutscher in U-Haft genommen wurde. Dem Mann wurde vorgeworfen, er habe eine Vielzahl von Holzstößen in Brand gesteckt. Die Serie begann im Oktober 2018 in Rommelshausen. Immer wieder brannten nachts Holzstapel, doch nie wie jetzt in Kirchberg an der Murr direkt an einem Haus. Ein Brandstifter hatte damals stets Holzstapel angezündet, die fernab der Wohnbebauung gelagert waren. Teilweise musste die Feuerwehr täglich nachts ausrücken. In Weinstadt, Fellbach, Urbach, Waiblingen, Auenwald, Plüderhausen und Winterbach sowie in den Landkreisen Esslingen, Böblingen und Ludwigsburg wie auch in Stuttgarter Stadtteilen brannten Holzstapel. Vor einem Jahr bezifferte die Polizei den Gesamtschaden auf weit über 50 000 Euro. Die Rede war von 32 ähnlich gelagerten Fällen.

Die Ermittlungen zu der Brandserie damals sind noch immer nicht abgeschlossen, bestätigte Pressestaatsanwalt Heiner Römhild auf Anfrage. Demnach ist noch kein Verhandlungstermin am Gericht festgesetzt. Der damals 38-jährige Tatverdächtige aus dem Rems-Murr-Kreis wurde Ende Januar 2019 inhaftiert. Grundsätzlich darf eine U-Haft nicht länger als sechs Monate dauern. Im März vergangenen Jahres hieß es, der Mann habe zugegeben, zumindest für einen Teil der Holstapel-Brände verantwortlich gewesen zu sein. Er saß offenbar nur kurze Zeit in U-Haft; gegen Kaution kam er frei.

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