Korb Aus nach 40 Jahren: Wie geht es mit dem Rebblick weiter?

Für das Restaurant Rebblick sucht die Gemeinde Korb einen neuen Pächter. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Korb.
40 Jahre lang hat Arno Doll das Restaurant Rebblick im Hallenbad Korb betrieben. Damit ist bald Schluss. Geplant ist, dass Doll am 31. Mai seinen letzten Arbeitstag im Rebblick hat. Auf die Frage unserer Zeitung, warum er sich dazu entschlossen hat, im Rebblick aufzuhören, möchte er nicht antworten. Es sei noch zu früh, sich dazu zu äußern, sagt er. Ob er neue Pläne hat? „Bis jetzt noch nicht.“ Nur so viel: Ende November habe er sich dazu entschieden, bald aufzuhören. Für Termine, beispielsweise von Jahrgangs-Gruppen, die er bereits für das ganze Jahr ausgemacht hat, sieht er kein Problem: Der neue Betreiber könne diese schließlich übernehmen.

Anfang Februar soll die Bewerbungsphase starten

Wer das Rebblick übernimmt, steht noch nicht fest. Die Gemeinde Korb, die das Restaurant verpachtet, weiß aber Bescheid. „Wir suchen einen Nachfolger für Herrn Doll“, sagt Kämmerer Stefan Obenland. „Wir sind gerade dabei, die Ausschreibung vorzubereiten.“ Ziel sei es, die Ausschreibung bis Anfang Februar zu veröffentlichen, so dass sich Interessenten zeitnahe bewerben können. Für den neuen Betreiber soll es dann direkt nach dem Wechsel im Juni weitergehen.

Dass Doll selbst einen Interessenten vorgestellt haben soll, bestätigt die Gemeinde nicht, dementiert aber auch nicht. Ohnehin werde es eine öffentliche Ausschreibung geben, betont Obenland.

Mittagessen für die Schüler in der Brucknerstraße betroffen

Betroffen von dem Wechsel im Rebblick ist auch der Standort Brucknerstraße der Gemeinschaftsschule. Schulleiter Jochen Binder wurde von der Gemeinde informiert: „Ich bin im Moment auf dem Stand, dass ein neuer Pächter gesucht wird, der sowohl das Restaurant als auch die Mensa weiter betreiben wird.“ Seit 2012 kocht Arno Doll das Mittagessen für die Schüler. Binder wurde gesagt, dass Doll für die Schule weiterkocht, bis ein Nachfolger gefunden ist.

„Für uns als Schule wäre es natürlich schön, wenn jemand wieder frisch für die Mensa kocht“, sagt Binder. Diesen Service weiterhin bieten zu können, sei auch das Ziel der Gemeinde, sagt Obenland: „Der Status quo soll erhalten bleiben.“ Ein Bestandteil der Ausschreibung werde diese Aufgabe jedenfalls, versichert er.

Gemeinde will in Sanierung investieren

Unabhängig vom Pächterwechsel plane die Verwaltung, den Fettabscheider im Restaurant zeitnahe zu erneuern, sagt Obenland. Die Anlage trennt Fette und Öle vom Abwasser, bevor das Wasser in die Kanalisation fließt. In der Gastronomie ist solch ein Gerät Pflicht. Die Anlage kostet die Gemeinde 35 000 Euro. Weitere 350 000 Euro für eine Sanierung des Restaurants will die Gemeinde in den kommenden Jahren ausgeben. Im Haushalt ist diese Investition allerdings mit einem Sperrvermerk versehen – sprich: Der Gemeinderat muss das Geld erst noch freigeben.

Die Gemeinderäte bedauern, dass Arno Doll den Rebblick verlässt. „Man versucht, die Qualität natürlich zu erhalten“, sagt Albrecht Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Korber Freien Bürger. Er erwartet, dass der neue Pächter ebenfalls regionale Küche auf Dolls Niveau bietet.

„So wie er darin wirtschaftet, so wünschen wir uns das auch vom neuen Pächter“, sagt Gerhard Brenner, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Korb. Arno Doll gebe sein Bestes in einem Restaurant, das in Brenners Augen sanierungsbedürftig ist. Die Meinungen über den Zustand der Räume gehen auseinander, sagt er. „Ich gehöre zu der Fraktion, die sagt: Da muss man dringend was machen.“

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