Korb Badetag der Hunde

, aktualisiert am 23.09.2019 - 06:42 Uhr
Korb. Ein wilder Mix aus Menschenstimmen, Kinderlachen und Hundegebell hat am Wochenende das Korber Bädle erfüllt. Wie bereits in den vergangenen Jahren lud der Badeverein auch heuer wieder ein, die Saison mit einen Hundebadetag zu beenden.

Weit über hundert Hunde aller Größen, Farben und Schläge hatte Vereinsvorsitzender Albert Heinrich bereits um die Mittagszeit gezählt, die zusammen mit ihren Besitzern dieses Angebot des Bädlesvereins zu einem ganz besonderen Event nutzten, bei freiem Eintritt, lediglich gegen eine Spende in eine beim Eingang aufgestellte Pappschachtel. Vor nunmehr neun Jahren habe man als erstes Bad in der Gegend den Hundebadetag eingeführt, blickte Heinrich zurück – und die Resonanz sei von Anfang an überwältigend gewesen.

Neun Jahre nach dem ersten Badetag für Hunde verteilt sich der Andrang

Damals sei man geradezu überrannt worden, bei 900 Besuchern musste man anfangen, die Leute wegzuschicken. So schlimm war es an diesem Samstag nicht, trotz der kräftigen Sonne, die bei wolkenlosem Himmel die Quecksilbersäule auf knapp unter 25 Grad trieb. Dies, sagte Heinrich, liege daran, dass mittlerweile auch andere Freibäder in der Gegend die Idee aufgriffen und sich der Besucherandrang aus diesem Grund verteile.

Dass es sich um eine sehr gute Idee handle, betonte auch Oliver Loetsch, der mit seinem Hündchen Maja nach Korb gekommen war. Das Wasser werde nach diesem Wochenende eh abgelassen und die Becken und die Wiese müssten gereinigt werden, sinnierte er, da könne auch ein derartiges Event stattfinden. „Und sehen Sie sich die Hunde an, wie die begeistert sind, wie sie durch das Bad jagen, miteinander spielen und sich am Wasser begeistern!“ Nein, dass es mit den Hunden untereinander Probleme gebe, glaube er nicht. Die Besitzer hätten ihre Tiere ja stets im Auge, und die könnten untereinander auch sehr gut regeln, wenn ihnen etwas nicht passe. Für kleine Hunde gebe es ja nicht allzu viele Gelegenheiten, ans Wasser zu kommen. Außer der neu angelegten Birkelspitze sei dies fast die einzige Gelegenheit.

Besondere Gehorsamsprüfung auf dem Sprungbrett

Dass es sich mit dem Verhältnis zum nassen Element bei Hunden ähnlich verhält wie bei Menschen, war am Samstag schön zu beobachten: Während die einen mit einem gewagten Hechtsprung ins Wasser eintauchten und dort prustend ihre Runden drehten, waren andere partout nicht über den Beckenrand zu bewegen. Und wenn ihre Besitzer sie mit Schwung ins Wasser beförderten, waren sie fast so schnell wieder draußen und schüttelten sich derart gewaltig, dass die Wassertropfen im hohen Bogen bis zu den Liegestühlen flogen, in denen es sich andere Besucher zu einem Sonnenbad bequem gemacht hatten. Eine ganz besondere Gehorsamsprüfung hatte sich ein Hundebesitzer ausgedacht, der seinen zitternden Vierbeiner dazu brachte, das Sprungbrett zu betreten, nach vorn zu gehen und sich dann hinzusetzen.

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