Korb Startschuss für neues Wohnbaugebiet

Der Plan sieht auf dem rund drei Hektar großen Gebiet, das in Richtung Beinstein an die Waiblinger Markung grenzt, rund 90 Wohneinheiten vor. Foto: Habermann / Archiv / ZVW

Korb. Im Frühjahr 2020 soll im Wohnbaugebiet Südrand Langenäcker mit dem Bau der ersten Wohnungen begonnen werden. Die Grundlagen dafür hat der Gemeinderat nun geschaffen: Der Bebauungsplan gilt. Auf circa drei Hektar Fläche sollen rund 90 Wohnungen und ein Kindergarten entstehen.

Korb braucht dringend neuen Wohnraum. Einen großen Schritt nach vorn hat die Gemeinde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats getan: Der Weg ist frei für das Wohnbaugebiet Südrand Langenäcker im Südwesten Korbs. Einstimmig verabschiedeten die Räte die Satzung eines entsprechenden Bebauungsplans. Dessen Entwicklung hatte mehrere Jahre gedauert.

Der Plan sieht auf dem rund drei Hektar großen Gebiet, das in Richtung Beinstein an die Waiblinger Markung grenzt, rund 90 Wohneinheiten vor. Noch wird die Fläche überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Geplant sind verschiedene Typen von Wohngebäuden: Einfamilien- wie Mehrfamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser.

Alle Gebäude sollen Flachdächer erhalten – auch im Hinblick auf Fotovoltaikanlagen, die dort installiert werden könnten. Am nördlichen Rand des Quartiers sollen mehrgeschossige Wohnhäuser entstehen, in denen mindestens zehn Prozent der Wohnungen mit Mitteln des Sozialen Wohnungsbaus gefördert werden können.

Kindergarten im Mittelpunkt

In der Mitte des neuen Wohngebiets wird ein Kindergarten mit angrenzendem Spielplatz errichtet. Außerdem soll hier ein verkehrsberuhigter Quartiersplatz als Aufenthaltsfläche mit Parkplätzen entstehen.
Verkehrlich angeschlossen wird das Wohngebiet im Norden über eine Anbindung an die Südstraße, die östlich versetzt zur Beinsteiner Straße geplant ist.

Diskutiert worden war zwischenzeitlich auch ein Kreisverkehr direkt an der Beinsteiner Straße, mit Abfahrt ins Wohnquartier. An den Busverkehr ist das Wohnquartier vorerst über die jeweils rund 600 Meter entfernten Haltestellen Alfred-Leikam-Platz und Bühl angeschlossen.

Der Wohnungsbau könnte im Frühjahr 2020 starten

Die Arbeiten an der Erschließung können nicht sofort beginnen – noch ist der Umlegungsplan nicht verabschiedet, der Auftrag nicht vergeben. Die Verantwortlichen sind jedoch zuversichtlich, dass sich – sind die allerletzten bürokratischen Hürden überwunden – rasch ein Erschließungsträger finden lässt. Im Haushalt 2018 schlägt die Umlegung des Wohngebiets immerhin mit 4,5 Millionen Euro nieder.

Das Rathaus rechnet damit, dass mit den Arbeiten spätestens im Frühjahr 2019 begonnen wird. Der Wohnungsbau könnte dann im Frühjahr 2020 starten, stellte Ernst Kuhn, Projektleiter beim Nürtinger Planungsbüros Melber und Metzger, in Aussicht.

Früher dürfen hingegen alle, die der Gemeinde für Südrand Langenäcker ein Grundstück verkauft haben, mit ihrem Geld rechnen: „Wann zahlt die Gemeinde?“ hatte CDU/FW-Mann Martin Zerrer gefragt. „Dieses Jahr noch“, lautete die Antwort von Bürgermeister Jochen Müllers.

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