Korb Steinacher Straße: Wird nun gebaut?

Auf der Baustelle am Ende der Steinacher Straße steht mittlerweile ein Kran. Foto: ZVW/Striebich

Korb. Auf der Baustelle am Ende der Steinacher Straße, die seit Monaten ruht, hat sich etwas getan: Anfang der Woche ist dort ein Baukran aufgestellt worden. Im Anschluss kehrte erst einmal wieder Stille ein. Doch nun hat die zuständige Baufirma den Beginn der Arbeiten für August angekündigt.

Nachdem sich auf der umstrittenen Baustelle am Ende der Steinacher Straße monatelang wenig, dann wochenlang gar nichts mehr getan hat, ragt dort nun ein Baukran in die Höhe. Am Dienstag wurde das schwere Gerät aufgestellt. Zuvor war für Montag bis Mittwoch in der Steinacher Straße ein absolutes Halteverbot mit dem Verweis auf die Kranaufstellung eingerichtet worden. Die Betonierarbeiten für das Fundament des Baukrans Ende Juni waren die seit Monaten ersten und bis zur Aufstellung des Krans auch die einzigen Aktivitäten auf der verlassenen Baustelle.

Die Anwohner, die ganz genau beobachten, was sich in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft tut, haben auf der Baustelle seit Dienstag allerdings keine weiteren Tätigkeiten wahrgenommen. Von einem tatsächlichen Baubeginn der vier Wohnhäuser mit 28 Wohnungen, die hier entstehen sollen, konnte also keine Rede sein. Bei den Korbern machte sich deshalb die Vermutung breit: „Hier soll nur der Eindruck entstehen, dass sich etwas tut.“

„Das ist keine Alibi-Aktion“

Diesem Eindruck widerspricht der Bauträger, die MIM Planen und Bauen GmbH mit Sitz in Stuttgart: „Das ist keine Alibi-Aktion“, sagt Hubert Grosser, der Pressebeauftragte des Unternehmens, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Aufstellung eines Krans verursache immerhin Kosten im fünfstelligen Bereich. Der Widerspruch im Grundbuch, den der Geschäftsführer der Firma WMC Objektbau GmbH erwirkt hatte, die das Projekt ursprünglich umsetzen wollte, bestehe zwar noch immer, so Grosser. Man befinde sich aber in den „Endverhandlungen“ und sei „sehr optimistisch“, zeitnah mit dem Bauen beginnen zu dürfen.

Das Bauprojekt ist bei den Nachbarn umstritten, weil die Erschließung der Wohnungen über die enge Steinacher Straße und auf den letzten Metern über einen schmalen Stichweg erfolgen soll. Mehrere Anwohner hatten sich zu einer Interessengemeinschaft Steinacher Straße zusammengeschlossen, um gegen die Neubauten zu demonstrieren, allerdings ohne Erfolg. Seit Teile der Baugrube ausgehoben und ein angrenzendes Gebäude zum Teil abgerissen wurde, herrscht nun weitestgehend Stillstand auf der Baustelle. Hintergrund ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den ursprünglichen Bauträger und ein Streit zweier ehemaliger Partner, die das Projekt beide umsetzen möchten (wir berichteten).

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