Korb Urbanschule: Keine neuen Mehrkosten

Was die jüngste Vergabe von Bauarbeiten an der Urbanschule für das marode Hallenbad bedeutet, ist noch offen. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Korb. Aufatmen in Korb: Die Baukosten für Umbau und Sanierung der Urbanschule steigen vorerst nicht weiter an. Am Dienstagabend hat der Gemeinderat neun weitere Gewerke an verschiedene Firmen vergeben. Für rund 80 Prozent der Arbeiten steht der Preis nun fest. Was das für die zurückgestellte Sanierung des Hallenbads bedeutet, stellt sich erst in zwei Wochen heraus.

Rund 1,9 Millionen Euro hat die Gemeinde im Jahr 2017 für die neun Gewerke veranschlagt, die nun vergeben werden sollten – darunter die Fassaden-, Trockenbau- und Malerarbeiten am Schulstandort Urbanstraße. In Anbetracht der allgemeinen Preissteigerung im Baugewerbe und Kostenexplosionen bei zurückliegenden Ausschreibungen lautet die gute Nachricht: Es gibt dieses Mal keine böse Überraschung, im Gegenteil. Das Ausschreibungsergebnis liegt insgesamt rund 20 000 Euro unter der Kostenberechnung. Wer es noch deutlicher haben möchte, rechnet (wie die Korber Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage vom Dienstagabend) die 8,45 Prozent allgemeine Preissteigerung seit 2017 noch zum damaligen Ansatz hinzu – dann liegen die Ergebnisse sogar ganze 1,85 Millionen Euro unter der offiziellen Kostenfortschreibung.

Einstimmig winkten die Gemeinderäte dieses zweite große Vergabepaket (siehe Infobox) dann auch durch. Zur Erinnerung: Das erste Paket lag mit 4,8 Millionen Euro rund 23 Prozentpunkte über dem Ansatz. Ging die Verwaltung 2017 noch von 9,3 Millionen Euro Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung der Schule aus, sind es heute rund 10,4 Millionen Euro. Wobei dieser Preis durchaus auf die im Haushalt bereitgestellten zwölf Millionen Euro steigen könnte.

Das letzte Vergabepaket hat ein Volumen von circa zwei Millionen Euro

„Risikofaktoren“ sind laut Bauamt mögliche Preissteigerungen bei den noch nicht ausgeschriebenen Gewerken, eventuell anstehende Nachträge sowie die weitere Entwicklung des Baupreisindexes. Laut Bürgermeister Jochen Müller ist die Verwaltung derzeit dabei, das dritte und letzte Vergabepaket zu schnüren, das ein Volumen von circa zwei Millionen Euro hat.

Was die jüngste Vergabe von Bauarbeiten an der Urbanschule für das marode Hallenbad bedeutet, ist noch offen. Im März hatte der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung des Bads auf Eis zu legen, bis die Baukosten in der Urbanstraße abzusehen sind.

„Wir machen uns Gedanken, wie wir mit unserem anderen Großprojekt umgehen“, sagte Bürgermeister Jochen Müller am Dienstagabend im Gemeinderat und kündigte an: „Wir werden Ihnen einen Vorschlag noch vor den Ferien unterbreiten. Der Gemeinderat muss eine Entscheidung treffen, so schwer das auch fällt.“

Die Hallenbadsanierung wird demnach am 23. Juli auf der Tagesordnung des Gemeinderats stehen.

Freie Bürger zum Hallenbad: Arbeiten zügig vergeben

Die Chancen, dass die dringend notwendigen Maßnahmen endlich angegangen werden, stehen nach dem positiven Ausschreibungsergebnis wohl etwas besser. Als einzige Gemeindefraktion haben sich am Dienstagabend erneut die Freien Bürger positioniert. Fraktionssprecher Albrecht Ulrich freute sich, dass das Hallenbad noch vor der Sommerpause auf der Agenda steht.

Mit Blick auf den stetig steigenden Baupreisindex sagte er: „Man kann sich ausrechnen, was man sparen kann, wenn man zügig vergibt.“


Vergeben

Bei der Urbanschule arbeiten derzeit die Rohbauer am Neubau. Im nun verabschiedeten zweiten Vergabepaket sind Firmen beauftragt worden mit den Fassadenarbeiten für Alt- und Neubau, Trocken- und Estricharbeiten, der Verlegung des Systembodens in der Mensa-Küche, Fliesen- und Malerarbeiten sowie der Lieferung und Installation mobiler Trennwände.

  • Bewertung
    0

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!