Urbach/Kornwestheim Feuer in zwei Asylheimen

Urbach/Kornwestheim (ngr).
In zwei Unterkünften für Asylbewerber im Raum Stuttgart hat es gebrannt. Das Feuer in einer Asylunterkunft in Urbach ist laut Polizei von einem Bewohner gelegt worden.
Auch in Kornwestheim brach das Feuer nach momentanem Stand der Ermittlungen ohne Einwirkung von außen im Gebäudeinneren aus. Auch hier schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus.

In Urbach soll es ein 22-jähriger Afghane gewesen sein, der eine Matratze angezündet hat, woraufhin sich das Feuer ausbreitete.

Der Mann wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat eine richterliche Vorführung beantragt. Der Schaden beläuft sich in Urbach nach vorläufigen Schätzungen auf circa 150.000 Euro.

Der Großeinsatz der Rettungskräfte lief am Freitagabend (16.03.02018), weil das Asylbewerberwohnheim in der Wasenstraße in Urbach in Flammen stand. Das Feuer wurde kurz vor 22 Uhr über Notruf bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Die örtliche Feuerwehr wurde durch benachbarte Kräfte aus Plüderhausen, Schorndorf und Fellbach unterstützt.

Insgesamt waren 73 Kräfte der Feuerwehr in Urbach im Einsatz. Bei dem Brandobjekt handelte es sich um ein Containerdorf. Der Brand war beim Eintreffen der Wehrmänner lokal in einem Zimmer. Neben dem Löschangriff galt es rasch die Bewohner zu evakuieren. Insgesamt waren 29 Personen im Wohnheim, die letztlich alle sicher aus dem Gebäude geführt werden konnten. Zwei der Bewohner wurden durch den Rettungsdienst, die sich mit 28 Kräften im Einsatz befunden hatten, medizinisch versorgt. Sie mussten wegen Schnittverletzungen und verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht werden. Die Ausbreitung der Flammen auf den Gebäudekomplex konnte durch die rasche Intervention der Feuerwehr verhindert werden.

Ungefähr 45 Minuten nach Alarmierung war der Brand gelöscht. Da die Unterkunft nicht mehr bewohnbar ist, galt es die Asylbewerber unterzubringen. In Absprache mit Bürgermeister Hetzinger und dem Landratsamt konnten die Menschen letztlich in Notunterkünften in Winterbach versorgt werden.

Derzeit ist davon auszugehen, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Die weiteren Ermittlungen zum Vorfall dauern an.

In Kornwestheim ist derweil eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Heinkelstraße an diesem Samstagabend (17.03.2018) durch einen Großbrand sehr stark in Mitleidenschaft gezogen geworden. Verletzte Personen wurden noch nicht gemeldet. In der Unterkunft, die aus zwei Komplexen besteht, wohnen etwa 25 Menschen, die vorwiegend aus Gambia, Kamerun und Nigeria stammen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden, teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit.

Gegen 18.45 Uhr wurde das Feuer, das nach momentanem Stand der Ermittlungen ohne Einwirkung von außen im Gebäudeinneren ausbrach, gemeldet. Die Feuerwehren Kornwestheim, Ludwigsburg und Remseck am Neckar rückten mit einem Großaufgebot von 85 Einsatzkräften in 19 Fahrzeugen an den Brandort aus. Der Kreisbrandmeister war ebenfalls vor Ort. Die Löschmaßnahmen dauerten bis in die Nacht hinein.

Nach bisherigem kriminalpolizeilichem Stand der Ermittlungen kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern jedoch an. Kriminaltechniker des Polizeipräsidiums Ludwigsburg werden den Brandort voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt in Augenschein nehmen. Aktuell ist ein Gebäude einsturzgefährdet, so dass dessen Bewohner nicht in ihre Räume zurück können. Das andere dürfte noch bewohnbar sein. Die weitere Unterbringung wird das Landratsamt Ludwigsburg organisieren. Der Rettungsdienst war mit 73 Einsatzkräften in 10 Rettungswagen, vier Notarztfahrzeugen, 20 Fahrzeugen des Bevölkerungsschutzes, zwei Leitenden Notärzten sowie Notfallseelsorgern vor Ort. Die Polizei hatte einen Polizeihubschrauber zur Bildübertragung und 16 Streifenwagenbesatzungen im Einsatz.

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