Kreisel-Sperrung in Winnenden Größere Umwege nötig - Auch Busse betroffen

Bauarbeiter bearbeiten den Straßenbelag mit schwerem Gerät. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Winnenden. Wer diese Woche mit dem Auto aus Berglen, Höfen oder Birkmannsweiler in die Stadtmitte möchte, muss Umwege in Kauf nehmen und mehr Zeit einplanen. Der Björn-Steiger-Kreisel wird saniert, ist voll gesperrt. Auch die Buslinien 336 und 337 sind betroffen.

„Diese Haltestelle kann aufgrund einer Baustelle nicht angefahren werden“, steht stadtauswärts auf einem durchnässten Zettel an der Bushaltestelle Wolfsklingenweg. Sie entfällt voraussichtlich bis zum Betriebsende am Freitag (16. August). Ebenso wie der Halt an der Stöckachschule und am Stadtfriedhof. Als Ersatzhaltestelle wird die Kelter (Paulinenstraße) genannt. Wer seinen Zug erreichen muss oder einen wichtigen Termin hat, sollte lieber einen Bus früher nehmen – auch der Linienbus braucht für die Strecke länger als gewohnt.

Bauarbeiter tragen Asphalt von der Straße ab

Kurz vor dem Björn-Steiger-Kreisverkehr stehen rote Absperrschilder. Weiterfahrt unmöglich. Bauarbeiter sind am Montagmorgen damit beschäftigt, Asphalt von der Straße abzutragen. Einige Passanten schauen interessiert zu. Geplant sei es, dass die Schorndorfer Straße ab Freitagnachmittag wieder frei befahrbar ist, erklärt die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion.

Zum Aldi-Discounter kommt man aus beiden Richtungen

Die Zufahrt zum Aldi-Discounter ist sowohl aus der Stadtmitte als auch aus Richtung Höfen, Birkmannsweiler und Berglen möglich. Besonders gewiefte Autofahrer nutzen den Aldi-Parkplatz und seine Zufahrten, um die Baustelle zu umfahren. Das erspart ihnen den Weg über die Südumgehung (siehe Grafik rechts). „Der Parkplatz darf nicht als Nadelöhr genutzt werden“, erklärt jedoch die Stadt dazu. Entsprechende Kontrollen seien nicht auszuschließen. Ein Sprecher der Polizei verweist auf die Stadt, die zuständig sei, erklärt aber: „Aus unserer Sicht stellt die Fahrt über den Parkplatz verkehrsrechtlich keinen Verstoß dar. Wenn ihn allerdings so viele Autofahrer als Umfahrung nutzen, dass es gefährlich wird, muss die Stadt noch einmal über die Beschilderung nachdenken.“

Schwachstelle soll vermieden werden

Die Vollsperrung des Kreisels sei aus Sicherheitsgründen notwendig, erklärt die Stadt. Während der Arbeiten sei keine ausreichende Restfahrbahnbreite übrig. Außerdem könne der neue Belag nur so in einem Zug eingebaut werden. Eine Mittelnaht würde hingegen eine Schwachstelle darstellen. Erneuert werde nur die oberste Asphaltschicht. „Die Sanierung erfolgt bereits jetzt, damit verhindert wird, dass die Asphalttragschicht durch eindringendes Wasser und Frost in der Substanz geschädigt wird“, so eine Sprecherin der Stadt.


  • Die Sanierung kostet circa 25 000 Euro
  • Es ist die erste Sanierung des Kreisels seit der Fertigstellung im November 2001
  • Risse und Verdrückungen im Asphalt sind der Grund für die Sanierung
  • Da es sich bei der Schorndorfer Straße um eine Verbindungsstraße in andere Gemeinden handelt, trägt die Stadt Winnenden nicht die gesamten Kosten. Auch die Gemeinden Schwaikheim und Leutenbach beteiligen sich

Das Kinderhaus am Seewasen hat gerade geschlossen, die Kinder sind in den Ferien. Somit haben immerhin deren Eltern keine Probleme bei der Anfahrt. „Die Arbeiten wurden auf die Schließzeiten abgestimmt, um genau diesem Konflikt aus dem Weg zu gehen“, erklärt die Stadt.

Aldi-Erschließung und Sanierung des Kreisels

Diverse Leser unseres Artikels vom 12. August haben sich die Frage gestellt, weshalb die Kreiselsanierung nicht gleich im Zusammenhang mit der Aldi-Erschließung im Winter, Mitte/Ende Februar erfolgt ist. Damals war jedoch unklar, wie lange die Erschließung wirklich dauert. Es hätte wetterbedingt Ende April werden können. Durch eine zusätzliche Sanierung des Kreisels sollte diese Sperrung nicht noch länger andauern – schließlich standen die ersten Highlights der Heimattage bevor.


Auch die Kreisstraße zwischen Öschelbronn und Rettersburg ist gesperrt

Nicht nur der Björn-Steiger-Kreisel ist aktuell gesperrt. Seit einigen Wochen bereits ist in der Nachbargemeinde Berglen die Kreisstraße zwischen Öschelbronn und Rettersburg dicht.

Diese Straße war marode und wird seit dem 11. Juni für insgesamt 2,3 Millionen Euro saniert, vebreitert und mit einem begleitenden Radweg ausgestattet. Die Umleitung erfolgte seit Monaten weiträumig über die Kernstadt Winnenden und den Teilort Hertmannsweiler. Diese Option entfällt nun in dieser Woche der Kreiselsanierung beim neuen Aldi.
Engstellen und Tempo 30 in Höfen

Anwohner und Besucher von Öschelbronn sollen deshalb einen noch weiteren Weg auf sich nehmen: Über die Südumgehung, die Waiblinger Straße, nach Hertmannsweiler und von dort nach Berglen-Stöckenhof.
Der Grund: Die Stadt Winnenden möchte den Durchgangsverkehr aus Höfen möglichst heraushalten. Die Fahrt durch Höfen nach Hertmannsweiler ist nicht verboten, aber durch ihre Engstellen und Tempo-30-Zonen für besonders viele und besonders schwere Fahrzeuge ungeeignet.

Das gilt erst recht für die wiederum marode und enge Kreisstraße zwischen Höfen und Bürg, die eigentlich den kürzesten Weg nach Öschelbronn darstellen würde.

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