Lage wird immer prekärer VfB kassiert nächsten Rückschlag im Abstiegskampf

Für Angreifer Nicolas Gonzalez und den VfB Stuttgart ist die Lage im Abstiegskampf noch prekärer geworden. Foto: Büttner / ZVW

Stuttgart. Für Mario Gomez war es ein Spieltag zum Vergessen. Seine Rolle als Ersatzspieler soll keine Unruhe in die Mannschaft bringen. Sein erster Platzverweis seiner Profikarriere ärgerte ihn aber mächtig. Für den VfB war das 2:2 gegen Freiburg ein weiterer Rückschlag.

Es gibt im Fußball tatsächlich noch Dinge, die Routinier Mario Gomez zum ersten Mal erlebt. 2004 lief der Stürmer erstmals in der Bundesliga auf, er wurde mit dem FC Bayern dreimal deutscher Meister, spielte in der Türkei und in Italien. Und er steckte mit dem VfB Stuttgart schon vor einem Jahr in einer schwierigen Situation. Doch noch nie war Gomez vom Platz geflogen - bis zu diesem 2:2 am Sonntagabend gegen den SC Freiburg. Der Tiefpunkt des nur eingewechselten früheren Nationalstürmers steht beim VfB Stuttgart sinnbildlich für den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf.

Gomez grollt: "Das muss man schon wollen"

"Ich war schockiert", sagte Gomez. Mit gewohnt ruhiger Stimme sprach der 33-Jährige über die aus seiner Sicht entscheidende Szene für das späte Gegentor zum Ausgleich, deutlich kritisierte er Deniz Aytekin. Binnen vier Minuten hatte der Schiedsrichter Ellbogeneinsätze des eingewechselten Stürmers als regelwidrig gewertet (85./89.).

"Das muss man schon wollen", behauptete Gomez. Im ersten Moment hatte der Platzverweis seiner Meinung nach sogar eine Vorgeschichte, weil er sich nach dem turbulenten 3:3 im Hinspiel bei den Freiburgern ebenfalls kritisch über den Unparteiischen geäußert hatte. "Es scheint, dass es keine Rache war, aber so habe ich es interpretiert, damit lag ich falsch", sagte der Torjäger. Aytekin, so berichtete es Gomez, habe geantwortet, es sei ihm "wurscht", was gewesen war. Der Schiedsrichter wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen.

Weinzierl: "Mit elf hätten wir das Spiel gewonnen"

"Ich sehe bei beiden Aktionen den Gegenspieler nicht, weil ich Richtung Ball schaue, ich springe hoch, es ist eine ganz normale Bewegung", rechtfertigte sich Gomez, für den es in seiner Profikarriere als Profi der erste Platzverweis war.

Auch VfB-Sportvorstand Michael Reschke und Trainer Markus Weinzierl hielten die Gelb-Rote-Karte für nicht nachvollziehbar. Weinzierl stufte sie wie Gomez als spielentscheidend ein. "Mit elf hätten wir das Spiel gewonnen", behauptete der 44-Jährige. Verärgert war er nach dem 2:2 durch Florian Niederlechner (90.+4) auf den Platz gestürmt.

Der Coach hatte auf Gomez wie schon beim 1:4 in München in der Startelf verzichtet, weil er nach dem verbesserten Eindruck bei den Bayern nicht so viel ändern wollte. Zur Halbzeit kam Gomez dann für den schwachen Anastasios Donis. Weinzierls Hoffnung, der Angreifer könne als Joker "eine gute Waffe" sein, erfüllte sich allerdings nicht. Gomez kam im ideenlosen Angriff kaum zum Zuge.

Kein Umschwung im Abstiegskampf

Der Auftakt in die wichtigen Wochen, in denen die Schwaben endlich den Umschwung im Abstiegskampf schaffen wollten, ist mit nur einem Punkt misslungen. Ein Sieg im Baden-Württemberg-Duell war eigentlich «fest eingeplant», wie Gomez einräumte.

Nachdem der VfB das frühe 0:1 durch Janik Haberer (4.) dank der Treffer von Emiliano Insua (75.) und Daniel Didavi (83.) zwischenzeitlich gedreht hatte, gelang es in Unterzahl nicht, das 2:1 für wenige Minuten über die Zeit zu bringen. Vor dem Auswärtsspiel beim Abstiegskonkurrenten Fortuna Düsseldorf am nächsten Sonntag ist die Lage im Abstiegskampf noch prekärer geworden. Weil der FC Augsburg mit 3:0 gegen den FSV Mainz 05 gewann, wuchs der Rückstand auf den sicheren Tabellenplatz 15 auf drei Punkte an.


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