Land investiert "Jetzt müssen Taten folgen"

Daraufhin habe das Land nun einen generellen Wildwegeplan herausgebracht. "Damit finden wir Bestätigung durch die Landesregierung", sagt Dahlbender. Und wie so oft, wenn Kritiker etwas gut finden, bleibt es nicht bei dem Lob. Nun müsse das Papier "mit Leben erfüllt werden".

Ähnlich argumentiert auch Gisela Splett von den Landtags-Grünen. "Es ist gut, wenn es nun einen Plan gibt", sagt sie, "aber dem müssen nun auch Taten folgen." Jahrelang habe das Land nicht beachtet, "dass Straßen unüberwindbare Wanderungshindernisse für Tiere sind". Dies müsse sich nun ändern.

Und das soll sich auch ändern, wie die Landesregierung betont. "Der Generalwildwegeplan verbindet die Notwendigkeiten des Straßenbaus einerseits mit den Kernlebensräumen und bedeutsamen Korridoren für Wildtiere andererseits", sagt Forstminister Rudolf Köberle (CDU). Soll heißen: Dort, wo Wildtiere verstärkt umherziehen, soll möglichst nicht mehr gebaut werden.

Das dürfte vor allem Gemeinden und Regionalverbände interessieren. Denn in ihrer Verantwortung liegt meist der Bau von Straßen und Gewerbegebieten. So wie in Leutkirch im Allgäu. Dort soll ein riesiger Ferienpark entstehen. Das Problem hierbei: Das Gebiet liegt in einem sogenannten Wildtierkorridor, wie Bernhard Panknin vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum bestätigt. Also genau dort, wo Wildtiere durchziehen. Die Gemeinde als Bauträger habe sich von der Forstlichen Forschungs- und Versuchsanstalt (FVA) in Freiburg beraten lassen. Somit soll das Feriendorf kein Hindernis für die Tiere sein.

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