Land investiert Rechtlich bindend ist der Plan nicht

Die Gemeinde hat sich freiwillig beraten lassen, muss man dazusagen. Denn rechtlich bindend ist der Generalwildwegeplan nicht. Das heißt: Wer nicht will, muss ihn auch nicht beachten. "Aber die Bauträger nehmen die Infos freiwillig an."

Zerschnittene Landschaften haben aber nicht nur Wildtierunfälle zur Folge. So verhindern große Straßen und Bahntrassen auch, dass die Tiere zueinander finden und sich innerhalb größerer Gebiete fortpflanzen - Biologen sprechen von "genetischer Verarmung". Zerschnittene Landschaften halten aber auch andere Tiere davon ab, in den Südwesten zurückzukehren - etwa Wolf, Luchs und Wildkatze.

Um die Situation von Wildtieren zu verbessern, hat das Land bereits einen Millionenbetrag investiert. Mit Hilfe von 7,5 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr sogenannte Querungshilfen an Straßen gebaut werden: begrünte Bauwerke, auf denen die Tiere über die Straße finden. 15 davon gibt es bereits. So soll an der B313 entlang des Naturschutzgebiets Wernauer Baggersee eine Überflughilfe entstehen. Dabei handelt es sich meist um Brücken oder Hecken, an denen sich die Vögel orientieren können.

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