Land investiert Wichtiger Brückenschlag für Wildtiere

 Foto: dpa

Stuttgart - Wildtiere könnten im Land bald ungehindert umherstreifen - obwohl Straßen, Bahntrassen, Wohn- und Gewerbegebiete noch immer die Landschaft zerschneiden. Ein neue Karte soll es möglich machen. Auf ihr erkennt man, wo sich die Tiere am liebsten aufhalten - und wo nicht gebaut werden sollte.

Folgendes Problem: 20.000 Wildtiere werden jedes Jahr überfahren - von Autos, Lastwagen und Zügen. Am meisten trifft es Rehe, aber auch viele Wildschweine sind darunter. Ein Problem, das doch nur die Tierschützer im Land interessiert, könnten Zyniker meinen. Doch das Thema Wildunfälle geht jeden an. Auch die Autofahrer. Gerade die. Denn bewegen sie ihr Gefährt mit 100 Kilometer pro Stunde vorwärts und erwischen ein Reh, entwickelt ein 20 Kilogramm schweres Tier ein Gewicht von einer Tonne. Das gibt ordentliche Blechschäden.

Doch wie lassen sich solche Unfälle künftig vermeiden? Wie kann man die fortschreitende Zerschneidung der Landschaft eindämmen? Seit Jahren fordern Naturschützer, Wildtierexperten und Biologen einen Generalwildwegeplan. In dem soll zu erkennen sein, in welche Richtungen sich die Wildtiere bewegen und wo sie am häufigsten vorkommen. Nun ist es so weit: Der Generalwildwegeplan ist da, vor kurzem wurde er von der Landesregierung verabschiedet.

Die Naturschützer sind voll des Lobes - vor allem für sich selbst. "Die beharrliche Arbeit der Umweltverbände zahlt sich aus", sagt Brigitte Dahlbender, die Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Südwesten. Schließlich habe der BUND als Erstes einen Wildkatzenwegeplan zusammengestellt - um die sich wieder ansiedelnden Wildkatzen zu schützen.

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