Landesgartenschau 2032 Schwaikheim und Winnenden bereiten Bewerbung vor

Symbolbild. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Winnenden. Kommt die Landesgartenschau 2032 nach Schwaikheim und Winnenden? Die beiden Gemeinden sind dran. Eine Bewerbung ist in Vorbereitung, und Ende September möchte die Stadtverwaltung in einem Bürgerdialog hören, was die Bürger davon halten.

Landesgartenschauen in Baden-Württemberg seien Erfolgsmodelle, schreibt die städtische Pressesprecherin in einer Mitteilung. „Sie steigern die Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Grüne, urbane Freiräume entstehen.“ Das Land Baden-Württemberg hat die künftigen Landesgartenschauen und Gartenschauen für die Jahre 2031 bis 2036 ausgeschrieben.

Der Zipfelbach als Bindeglied zwischen den Kommunen

Winnenden und Schwaikheim bereiten eine Bewerbung vor und haben eine Machbarkeitsstudie bei einem Planungsbüro bestellt. Gemeinderäte und Verwaltungs-Chefs beider Kommunen vermuten: In einer möglichen gemeinsamen Landesgartenschau 2032 und dem Weg dorthin könnte für jede der Kommunen Potenzial stecken.

Sie rechnen mit der Schaffung neuer Wohngebiete und Wohnformen mit Quartieren, die sich selbst mit Energie versorgen und an die Folgen des Klimawandels angepasst sind, sowie mit der Attraktivierung von Wohnumfeld, der Verbindung von Stadtquartieren und Stadtteilen miteinander und der Schaffung nachhaltiger Gewerbeareale.

Natürlich denken beide Kommunen an den Zipfelbach, der sie verbindet. Er könnte als grünes Wasserband mit der Funktion eines Bindeglieds zwischen Innen- und Außenraum werden.

Die Initiatoren hoffen auf eine Gartenausstellung mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung / neue Formen der Kommunikation im Freibereich, Energiewende, Klimawandel, das „Älterwerden“ und „Bunter-Werden“ unserer Gesellschaft sowie pflanzliche und landwirtschaftliche Themen, die neu interpretiert werden.

Aber noch ist offen, ob es zu einer Bewerbung kommt. Die Überlegungen sind am Anfang und werden in den nächsten Wochen konkreter. Die Bürgerschaft soll von Anfang an mitreden und mitgestalten können. „Nur mit einem Konzept, das Identität stiftet und möglichst viele Menschen einbezieht und motiviert, können die Kommunen den notwendigen Schulterschluss, der für den Erfolg der Landesgartenschau und der neuen Winnender Stadtquartiere mitentscheidend wäre, schaffen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Bürgerdialog am 28. September

Am Samstag, 28. September, findet um 11 Uhr im Feuerwehrmuseum Winnenden, Karl-Krämer-Straße 2, ein öffentlicher Bürgerdialog statt. „Kommen Sie und gestalten die Zukunft unserer beiden Kommunen mit. Treten Sie mit den Organisatoren in Kontakt“, fordert die Stadtverwaltung ihre Bürger auf. An diesem Tag wird die Machbarkeitsstudie noch nicht vollendet sein, denn Ideen, Anregungen und Meinungen aus der Bürgerschaft sollen einfließen in die Studie. Die Planer des Fachbüros werden ihre Ideen vorstellen und werden Ideen aus der Bürgerschaft aufnehmen und versuchen, sie in einen Gesamtplan einzuflechten.

Wer Fragen oder Anregungen zur Landesgartenschau hat, kann eine E-Mail schicken an lgs@winnenden.de. Nachschauen kann man im Internet unter www.winnenden.de/lgs.


Entscheidung im Frühjahr 2020

Zum Bürgerdialog am 28. September wird auch ein Spaziergang ins Zipfelbachtal gehören und ein Gang zu den Wiesen zwischen Marbacher und Schwaikheimer Straße.

Im November oder Dezember werden die Gemeinderäte von Schwaikheim und Winnenden entscheiden, ob sich die beiden Kommunen um die Landesgartenschau bewerben.

Am 19. Dezember ist Bewerbungsschluss.

Im Januar oder Februar käme im Falle einer Bewerbung eine Kommission des Landes nach Winnenden und Schwaikheim, um sich ein Bild zu machen.

Im Frühjahr wird die Entscheidung des Landes erwartet, welche Kommunen die Landesgartenschau 2032 bekommen.

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