Landesgartenschau 2032 Schwaikheim und Winnenden einig

Symbolbild. Foto: pixabay (CC0 Public Domain)

Winnenden/Schwaikheim. Es geht weiter mit der Bewerbung um eine Landesgartenschau ab 2032. Schwaikheims Bürgermeister Gerhard Häuser hat bereits einen Auftrag an einen Gartenschaugestalter unterschrieben. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth auch. Der Planer kann sich an die Arbeit machen.

Der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie ist nun ganz schnell an die Firma Kienleplan in Leinfelden-Echterdingen verschickt worden, nachdem klar war, wer sich daran beteiligt. Die Nachbargemeinde Leutenbach ist vor wenigen Tagen ausgestiegen aus dem Projekt und hat sich eindeutig positioniert: Nicht einmal eine Machbarkeitsstudie wollen die Gemeinderäte, denn sie meinen von vorneherein, dass so ein Projekt nicht zu Leutenbach passt.

Weil Leutenbach aussteigt, wird die Machbarkeitsstudie günstiger

Der Ausstieg hat logischerweise zur Folge, dass die Gemeinde Leutenbach in der Studie nicht behandelt wird, dass für deren Gemarkung keine Vorschläge gemacht werden, und dass die Machbarkeitsstudie im Preis günstiger wird, weil die Arbeit für sie entfällt: 95 000 Euro hätte sie ursprünglich kosten sollen, nun kostet sie noch 76 000 Euro, von denen Winnenden den größeren und Schwaikheim den kleineren Teil bezahlt. Trotz des Wegfalls einer Nachbargemeinde bleibt der Vorschlag, dass die Untere Schray und die noch freien Winnender Gebiete direkt an der B-14-Ausfahrt Winnenden-West und Leutenbach die zentrale Fläche für die Gartenschau werden könnten, sozusagen der Empfangsplatz für die Besucher der Gartenschau, und die Freifläche für Kulturbeiträge, Musikauftritte vor allem. Und es würde der Ort, an dem Eintrittskarten verkauft oder Smartphones auf Besuchsberechtigung kontrolliert werden oder irgendetwas anderes ausgegeben wird, was in 15 Jahren dann als Eintrittskarte gelten wird.

 

Buchenbach verliert an Bedeutung – Zipfelbach wird wichtiger

Es bleibt auch dabei, dass die Landesgartenschau, sollte sie in Winnenden und Schwaikheim stattfinden, nicht unbedingt auf einer zusammenhängenden Fläche bestehen muss. Es kann Inseln geben, Gartenschau-Oasen – vieles hängt davon ab, was Planer Kienle für möglich hält, welche Ideen er geliefert bekommt und aufgreift und was in seine Machbarkeitsstudie einfließt. Naheliegend ist, dass der Buchenbach keine große Rolle mehr spielen wird, wenn die Gemarkung Leutenbach ein weißer Fleck in der Planung ist, und dass deshalb der Zipfelbach umso interessanter wird für die Landesgartenschau. Vielleicht ergibt sich doch noch ein zusammenhängendes grünes Band entlang des Bachs, wer weiß?

Die Freien Wähler wollen einen Bürgerentscheid, wenn es so weit ist

Der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie ist noch keine Bewerbung. Die kommt erst zustande, wenn die Studie vorliegt und wenn sie so ausfällt, dass die Gemeinderäte von Winnenden und Schwaikheim sagen: Ja, doch, das könnten wir probieren.

Wenn die beiden Gemeinden sich dann bewerben, werden sie auf starke Konkurrenz stoßen. Sollten sie sich durchsetzen und ausgewählt werden für eine der Landesgartenschauen ab 2032, dann wird höchstwahrscheinlich ein Bürgerentscheid stattfinden. Der bahnt sich jedenfalls in Winnenden an. FWV-Sprecher Hans Ilg hat im Winnender Gemeinderat bereits in der Haushaltsdebatte erklärt, dass die Freien Wähler auf eine Bürgerbeteiligung Wert legen und die Bürger auch entscheiden lassen wollen, und zwar dann, wenn alle Daten vorliegen und Bürger wissen, worüber sie entscheiden. Leutenbach wird an keiner der jetzt folgenden Entscheidungen mehr beteiligt, soll aber weiter informiert werden, wie OB Holzwarth auf Nachfrage erklärte.

Heimat statt Garten

An der Gartenschau 2019 beteiligen sich 16 Kommunen im Remstal von Essingen bis Remseck – Winnenden ist nicht dabei, sondern richtet 2019 die Heimattage, das Fest des Landes Baden-Württemberg, aus.

Landes- und (kleinere) Gartenschauen wechseln jährlich. Alle vier Jahre ist zudem Bundesgartenschau, 2019 in Heilbronn. Auf Überlingen folgen Eppingen, Neuenburg/Rhein, Balingen und Mannheim (BuGa), Wangen im Allgäu, Baiersbronn/Freudenstadt.

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